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Druckhaus in Sennestadt - © Sarah Jonek
Druckhaus in Sennestadt | © Sarah Jonek

In eigener Sache NW schließt Druckhaus Küster+Pressedruck

Das Druckhaus von Küster+Pressedruck (k+p) stellt kommendes Jahr den Betrieb ein. Die Geschäftsführung der NW-Gruppe reagiert damit auf die veränderten Nutzungsgewohnheiten in der Medienwelt.

03.12.2020 | Stand 02.12.2020, 21:00 Uhr

Bielefeld (NW). Das Druckhaus von Küster+Pressedruck (k+p) in Bielefeld-Sennestadt soll im Laufe des ersten Halbjahres 2021 geschlossen werden. Betriebsrat und Beschäftigte des zur NW-Mediengruppe zählenden Unternehmens wurden in dieser Woche über die Pläne informiert.

Danach wird die Herstellung der gedruckten Ausgaben der Neuen Westfälischen und weiterer Tageszeitungen künftig auf Druckhäuser in Osnabrück und Rodenberg verteilt. Auch das Druckhaus des Mindener Tageblatts in Minden könnte Teile der Produktion übernehmen.

Die Geschäftsführung der NW-Gruppe reagiert mit diesem Schritt auf die deutlich veränderten Nutzungsgewohnheiten in der Medienwelt. Während sich digitale Produkte wie das e-Paper oder das Nachrichtenportal nw.de sehr positiv entwickelten, sei die Nachfrage bei Print-Produkten rückläufig, erklärte NW-Geschäftsführer Klaus Schrotthofer.

Spielraum für Investitionen in die digitale Zukunft

Der Betrieb eines eigenen Druckhauses sei unter diesen Bedingungen nicht mehr wirtschaftlich. Die NW wolle deshalb freie Kapazitäten in anderen Zeitungsdruckereien nutzen, um Spielraum für weitere Investitionen in die digitale Zukunft des Medienhauses zu gewinnen.

Für die knapp 50 Beschäftigten des Druckhauses von k+p soll in den kommenden Wochen ein Interessenausgleich und Sozialplan verhandelt werden. Die NW-Geschäftsführung sagte bereits zu, alles Notwendige zu unternehmen, um die Schließung möglichst sozialverträglich umzusetzen. Die Möglichkeiten reichten dabei von Vorruhestandsmodellen bis zur Einrichtung einer eigenen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft.

Das Medienhaus Neue Westfälische setzt seinen Kurs der digitalen Transformation mit dem Schwerpunkt auf regionalen Qualitätsjournalismus damit weiter fort. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die NW-Gruppe entgegen dem Branchentrend zusätzliche Arbeitsplätze in Lokalredaktionen sowie im Digitalbereich geschaffen.

Mit der Gründung der Redaktionsgemeinschaft der ostwestfälisch-lippischen Verlage wurde 2019 zusammen mit den NW-Kooperationspartnern Lippische Landes-Zeitung und Mindener Tageblatt zudem eine leistungsfähige Redaktion für überregionale und regionale journalistische Inhalte in Bielefeld etabliert. Zum Jahreswechsel 2020/2021 wird die NW-Mediengruppe das Haller Kreisblatt übernehmen. Das Bundeskartellamt hatte dem Kauf bereits im Sommer zugestimmt.

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