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Im See in Lahde haben sich Blaualgen breit gemacht. - © Oliver Plöger
Im See in Lahde haben sich Blaualgen breit gemacht. | © Oliver Plöger

Bielefeld Todesfall durch Bakterien - Kann man in OWL schwimmen gehen?

Die Gewässer werden mit den steigenden Temperaturen immer wärmer und begünstigen die Vermehrung von Bazillen

Jemima Wittig
09.08.2019 | Stand 09.08.2019, 10:15 Uhr

Bielefeld. Durch die gesundheitsgefährdenden Vibrionen in der Ostsee ist jetzt in Mecklenburg-Vorpommern eine ältere Frau gestorben. Die Bakterien kommen naturgemäß in Salzwasser vor, meist in küstennahen Gegenden und an Flussmündungen. Erst wenn ihre Konzentration zu hoch ist, kann es gefährlich werden. „Begünstigt wird ihre Vermehrung etwa durch Wassertemperaturen ab 18 Grad", sagt Hans-Christoph Selinka vom Umweltbundesamt. Ausgezeichnete Wasserqualität in Badeseen in OWL Bislang gebe es nur wenige Erkrankungen und einzelne Todesfälle, so Selinka. Die Zahl könne aber durch längere Hitzeperioden im Zusammenhang mit dem Klimawandel in Zukunft leicht ansteigen. Die Bakterien können durch Wunden in den Körper gelangen und Infektionen auslösen. Auch in den Badeseen in OWL gibt es immer wieder Meldungen von Bakterien. So ist derzeit etwa im Kreis Minden-Lübbecke der Badesee Lahde wegen Blaualgen gesperrt. Ebenso der nicht weit entfernte Dümmer in Niedersachsen. Im vergangenen Jahr waren unter anderem auch der Schiedersee im Kreis Lippe und die "Blaue Donau" im Kreis Gütersloh betroffen. "Wenn man seine Füße nicht sieht, sollte man nicht schwimmen gehen" Die Algen könnten Giftstoffe bilden und das Verschlucken gerade bei Kindern oder Menschen mit schwachem Immunsystem zu Unwohlsein oder auch Leberschäden führen. „Wenn man seine Füße nicht sieht, sollte man nicht in dem Gewässer schwimmen", sagt Elke Lustfeld, die Leiterin des des Gesundheitsamtes im Kreis Minden-Lübbecke. Ist man doch mit dem Wasser in Kontakt gekommen, sollte man sich gründlich abspülen und die Badekleidung waschen. Laut dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW haben die Badeseen in OWL in dem Erhebungszeitraum von 2015 bis 2018 in der Regel alle eine ausgezeichnete Wasserqualität. Die jeweiligen Gesundheitsämter prüfen regelmäßig die Wasserqualität und melden dann die Verunreinigungen.

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