Verstorben: Linken-Politiker Siegfried Nowak, hier bei einer Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017. - © Marc Köppelmann
Verstorben: Linken-Politiker Siegfried Nowak, hier bei einer Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017. | © Marc Köppelmann

Paderborn Nachruf: Trauer um Paderborner Linken-Politiker Siegfried Nowak

Der 60-jährige Kreistagsabgeordnete ist überraschend verstorben


Paderborn. Der Paderborner Linken-Kreistagsabgeordnete Siegfried Nowak ist tot. Der 60-jährige ehemalige Bundestagskandidat ist am 4. Januar „für uns alle überraschend" verstorben, teilten der Kreisverband und die Kreistagsfraktion der Linken am Freitag mit. „Tief betroffen trauern wir mit der Familie und seinen Freunden", schreiben seine Parteigenossen. Auch der Paderborner Landrat Manfred Müller würdigt den Verstorbenen als einen „freundlichen und engagierten Kommunalpolitiker, der sich durch kritische und konstruktive Mitarbeit ausgezeichnet" habe. Siegfried Nowak wurde 1958 in Norf (Kreis Grevenbroich) geboren und wuchs in der DDR auf. Nach seiner Ausbürgerung 1989 zog in den Kreis Paderborn und lebte seit 1992 in Salzkotten. Er war Vater zweier erwachsener Kinder und dreifacher Großvater. Nowak war in seiner Freizeit passionierter Angler, Radfahrer und Musikfan. In seinem Berufsleben war der Rentner als Schweißer, Artist, Kraftfahrer, Stahlhoch- und Maschinenbauer tätig. „Seine vielfältigen Erfahrungen in anstrengenden Berufen und mit Nöten von Menschen haben seinen politischen Einsatz für eine solidarische Gesellschaft begründet", würdigen ihn seine Parteifreunde. Zweimaliger Bundestagskandidat Seit 2011 war Nowak bei den Linken aktiv, 2014 ging er aktiv in die Kommunalpolitik. Zuletzt war er Mitglied im Kreisvorstand, Sprecher des Ortsverbandes Salzkotten und Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion. In den Jahren 2013 und 2017 trat er für die Linken als Kandidat zur Bundestagswahl im Wahlkreis 137 Paderborn-Gütersloh III an. Beim letzten Urnengang steigerte er sein Erststimmenergebnis von 4,0 auf 5,1 Prozent, der Zweitstimmenanteil der Linken kletterte von 5,2 auf 6,6 Prozent. Siegfried Nowak sei ein Politiker gewesen, dem der Kontakt mit der Bevölkerung wichtig war, heißt es im Nachruf der Linken. „Er hat Personen in Not mit selbstverständlicher Menschlichkeit geholfen." Die Frage von Frieden und globaler Gerechtigkeit seien für ihn eine Herzensangelegenheit gewesen. Nowak habe die Arbeit der Paderborner Linken mit seiner Kraft und seinem unermüdlichen Einsatz geprägt. „Sein Tod hinterlässt nicht nur in unserer Partei eine schmerzliche Lücke."

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