Oft gefragt: Verteidiger Thorsten Fust vertritt den 16-jährigen Angeklagten, der selbst Opfer im Fall Lügde wurde. - © Besim Mazhiqi
Oft gefragt: Verteidiger Thorsten Fust vertritt den 16-jährigen Angeklagten, der selbst Opfer im Fall Lügde wurde. | © Besim Mazhiqi

Paderborn Wie ein junges Lügde-Opfer zum Täter wird

Ein 16-Jähriger wurde jahrelang von einem der Männer sexuell missbraucht, die sich in Lügde an vielen anderen Kindern vergingen. Seine Zeugenaussage wird zum Geständnis

Jutta Steinmetz

Paderborn. Kinder und Jugendliche gelten dem Gesetzgeber als besonders schutzwürdig, wenn sie Opfer von Straftaten werden, aber auch wenn sie in jungen Jahren selbst Schuld auf sich laden, wenn sie zu Tätern werden. Und so findet der Prozess gegen einen 16-Jährigen, der drei Kinder sexuell missbraucht haben soll, am Landgericht Paderborn unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, so wie es das Gesetz vorsieht. Das Besondere an diesem Fall: Der Junge wurde als Kind selbst missbraucht - von Mario S., jenem Mann, der sich auch zusammen mit Andreas V...

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