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Engagierte Gläubige: Im Zeichen von Maria 2.0 nehmen Katholiken den Paderborner Dom mit einer Menschenkette in ihre Mitte. - © Marc Schröder
Engagierte Gläubige: Im Zeichen von Maria 2.0 nehmen Katholiken den Paderborner Dom mit einer Menschenkette in ihre Mitte. | © Marc Schröder

Paderborn Maria 2.0 initiiert Menschenkette am Paderborner Dom für Mitbestimmung

Gläubige setzen für Maria 2.0 ein Zeichen am Paderborner Dom

Marc Schröder
02.10.2019 | Stand 02.10.2019, 19:50 Uhr

Paderborn. Die Frauen der Bewegung Maria 2.0 fordern Reformen innerhalb der katholischen Kirche. Um darauf aufmerksam zu machen, nutzen sie verschiedene Möglichkeiten. Nach dem Kirchenstreik im Mai, bei dem die Frauen für eine Woche weder Gotteshäuser betreten noch ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeführt haben und weiße Kleidung beim Pontifikalamt zu Libori getragen haben, setzen die Aktivistinnen weiter auf gezielte Aktionen. Die zweite Protestwoche zu Anfang des katholischen Marienmonats Oktober und zeitlich verbunden zur Amazonas-Synode im Vatikan. Die internationale Bischofsversammlung startet am Sonntag, 6. Oktober, und soll bis zum 27. Oktober dauern, dabei sollen auch Kirchenreformen thematisiert werden. Eben für Veränderungen innerhalb der Kirche setzen sich die Frauen von Maria 2.0 ein, sie fordern unter anderem mehr Gleichberechtigung in den Strukturen und wollen dies mit ihren Protesten verdeutlichen. Am Paderborner Dom setzten am Mittwoch zum Auftakt der zweiten Protestwoche Gläubige mit einem Abendimpuls erneut ein Zeichen für die Forderungen von Maria 2.0. Anschließend bildeten die etwa 250 Teilnehmer, geschätzt von Mitinitiatorin Magdalena Schlüter, eine Menschenkette vom Paradisportal bis zum Eingang des Generalvikariats. Die Aktionen der engagierten Frauen werden durch die kirchlichen Institutionen wahrgenommen, so berichtete Schlüter von ersten Gesprächen und einer für Anfang Dezember geplanten Frauenkonferenz, bei der ein breit angelegter Dialog stattfinden soll, an dem sie als Vertreterin eingeladen sei. Bereits am vergangenen Freitag kamen gut 120 Teilnehmer im Rahmen der kfd-Woche für Gleichberechtigung zu einem Wortgottesdienst auf dem Marienplatz zusammen.

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