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Hat konkrete Pläne: Chefarzt Patrick Lux. - © Winkelheide
Hat konkrete Pläne: Chefarzt Patrick Lux. | © Winkelheide

Paderborn/Salzkotten Neuer Chefarzt plant Endometriose-Zentrum im Salzkottener Krankenhaus

Der neue Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des St.-Vincenz-Krankenhauses will an den beiden Standorten unterschiedliche Schwerpunkte schaffen

24.07.2019 | Stand 24.07.2019, 08:31 Uhr

Paderborn/Salzkotten. Michael Patrick Lux ist seit 100 Tagen neuer Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des St.-Vincenz-Krankenhauses. Der Mediziner, der zuvor als stellvertretender Direktor der Frauenklinik am Universitätsklinikum Erlangen tätig war, hat feste Ziele im Auge: Neue Schwerpunkte setzen und alte ausbauen. Für die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Paderborn und Salzkotten möchte Lux synchrone Abläufe schaffen, damit beide Häuser voneinander profitieren, heißt es in einer Pressemitteilung des Krankenhauses. „Überzeugen können wir nur durch Qualität. Daher strebe ich an, neue Zentren zu bilden und einen hohen Spezialisierungsgrad beziehungsweise unterschiedliche Schwerpunkte für beide Standorte zu schaffen. Für die Paderborner Klinik wird das neben dem Bereich der Geburtshilfe und Frühgeborenenintensivmedizin die onkologische Versorgung sein – neben vielen anderen diagnostischen und therapeutischen Methoden auch die Rekonstruktion der Brust nach einer Krebserkrankung und ein umfangreiches Studienangebot", berichtet der neue Chefarzt. Die Brustrekonstruktion beschränke sich nicht nur auf Krebserkrankungen, auch angeborene Fehlbildungen, wie Asymmetrie oder Fehlen von Brustgewebe sind im Fokus des therapeutischen Angebotes. Moderne Technik zur Endometriose-Behandlung Auch für das Salzkottener Krankenhaus St. Josef, das in der Geburtshilfe bundesweit führend bei Wassergeburten ist, hat er Pläne: „Diesen Spitzenwert von 15 Prozent möchten wir weiter hochhalten. Im Bereich der Gynäkologie plane ich in Salzkotten einen Schwerpunkt in der Endometriose-Versorgung." Die Endometriose ist eine weit verbreitete chronische, jedoch häufig gutartige Erkrankung junger Frauen, die zweithäufigste in der Gynäkologie. Sie entsteht, wenn Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter wächst. „Ein extrem wichtiges Thema, das für Frauen mit hohem Leidensdruck und Einschränkung an Lebensqualität verbunden ist", so Lux. Schätzungen zur Folge ist deutschlandweit eine Million Frauen betroffen, die unter den Folgen wie chronische Unterleibsschmerzen leiden. Dort gebe es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten und Versorgungsstrukturen aufzubauen. Lux’ Ziel ist die Bildung eines Endometriosezentrums am St.-Josefs-Krankenhaus. „Häufig dauert es sieben Jahre von den ersten Symptomen bis zur Diagnose", weiß Lux. In vielen Fällen helfe eine konservative Therapie. Die Diagnose der Endometriose erfolgt aber zunächst mit einem minimal-invasiven Eingriff, womit sie bereits effektiv behandelbar sei. Die OP mittels der Schlüsselloch-Chirurgie ist mit Hilfe moderner Technik in der Lage, mit nur wenigen kleinsten Schnitten Verwachsungen und Endometrioseherde komplett zu entfernen. Dafür sind Professor Lux und Ralf Steinert, Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie, bereits im engen Austausch, heißt es in der Mitteilung.

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