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Leidenschaftlicher Sammler: Star-Wars-Fan Thorsten Klahold stellt seine Auswahl gerne auch mal den Kinos zur Verfügung. - © Birger Berbüsse
Leidenschaftlicher Sammler: Star-Wars-Fan Thorsten Klahold stellt seine Auswahl gerne auch mal den Kinos zur Verfügung. | © Birger Berbüsse

Paderborn 20 Jahre Episode I: Ein Paderborner Star-Wars-Fan blickt zurück

Thorsten Klahold übernachtete damals sogar vor dem Kino

Birger Berbüsse
19.05.2019 | Stand 19.05.2019, 10:21 Uhr |

Paderborn. Es war einmal vor langer Zeit... um genau zu sein: vor 20 Jahren. Am 19. Mai 1999 feierte "Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung" seine Kino-Premiere in den USA. Es war der erste Film aus der "weit, weit entfernten Galaxis" seit 16 Jahren - entsprechend groß war die globale Euphorie. Auch in Deutschland, wo der erste Teil der sogenannten Prequel-Trilogie erst drei Monate später in die Kinos kam, war der Film natürlich ein Kassenhit. Doch in die Freude über den Beginn einer neuen Star Wars-Ära mischte sich schnell auch Ernüchterung. Bis heute sind Episode I und seine beiden Nachfolger, die die Ursprungsgeschichte von Darth Vader erzählen, unter den Fans umstritten. Den eigenen Sohn nach Luke Skywalker benannt Dazu gehört auch Thorsten Klahold. Ihn darf man wohl getrost als Über-Fan bezeichnen, ist er doch seit seiner Kindheit glühender Verehrer der legendären Filmreihe. Seine Sammlung mit Star-Wars-Figuren, Legosets, Helmen, Waffen und Modellen füllt daheim gleich mehrere Räume. Seine Leidenschaft ging sogar so weit, dass er seinen Sohn Luke genannt hat. Vor 20 Jahren war er in der Fanszene sogar noch aktiver. "Damals haben wir extra vor den Kinos übernachtet", erinnert sich Klahold, der jede Episode sieben Mal im Kino gesehen hat. Ein neuer Film sei damals einfach "ein Riesending" gewesen, sagt er. Gleichzeitig hätten er und seine Freunde auch "Muffensausen" gehabt. Was machen die wohl mit unserer geliebten Filmreihe? Im ersten Überschwang und völlig beeindruckt von der Bildgewalt des Film fand Thorsten Klahold Episode I einfach super. Mit jedem erneuten Anschauen und vor allem jetzt im Rückblick hat er aber viel zu kritisieren. "Der Film ist einfach zu glatt", fasst er zusammen und zählt weitere Punkte auf, die auch in der Fanszene bemängelt werden. Die Figur des Jar Jar Binks? Zu klamaukig. Anakin Skywalker alias Darth Vader als Kind? Nervig. Mit Darth Maul einen "supergeilen" Bösewicht einführen und dann gleich wieder sterben lassen? Schlimm. Aber Klahold erinnert auch an die guten Aspekte des umstrittenen Eintrags ins Star-Wars-Universum: Die Musik von John Williams, das Podrace, der Lichtschwert-Kampf zwischen Darth Maul, Qui-Gon Jinn und dem jungen Obi-Wan Kenobi - sie machen ihm immer noch Spaß.  "Lieber ein schlechter Star-Wars-Film als gar keiner" Die weiteren Teile der Prequel-Trilogie folgten 2002 und 2005. Auch zu Episode II ("teilweise noch schlimmer") und Episode III hat der Fan eine gemischte Meinung, sagt aber auch: "Die haben auch ihren Stellenwert." Ähnlich sieht er die letzte Trilogie, die 2015 begann, 2017 fortgesetzt wurde und in diesem Jahr mit Episode IX ihren Abschluss finden wird. Auch diese Teile hätten gewiss ihre Schwächen, seien aber sehr unterhaltsam. Überhaupt gilt für Thorsten Klahold: "Lieber einen schlechten Star-Wars-Film als gar keinen." Deshalb hofft er auf mehr Filme. Dieser Wunsch wird ihm und allen anderen Fans erfüllt: Die nächste Trilogie kommt 2022, 2024 und 2026 in die Kinos.

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