Paderborn Paderborner Madonna büßt über Libori ihr Zepter ein

Theologische Fakultät: Anzeige wegen Diebstahls mit Sachbeschädigung

Hans-Hermann Igges

Paderborn. Ein Fall für die Polizei ist die Mondsichel-Madonna im Garten der Theologischen Fakultät. Ihr fehlt nämlich seit der Liboriwoche das Zepter. Zudem fehlen ihr Teile der Finger, mit denen sie das Zepter hielt. Josef Meyer zu Schlochtern, Professor an der Theologischen Fakultät, der den Diebstahl mit Sachbeschädigung am Mittwoch der Liboriwoche entdeckte und bei der Polizei anzeigte: "Vermutlich stiegen der oder die Täter über das Tor. Vermutlich hat sie dann das vergoldete Zepter der Sandstein-Madonna so interessiert, dass sie es abgebrochen und mitgenommen haben." Allerdings musste der oder mussten die Täter dafür klettern, weil die von dem Bildhauer und Restaurator Ferdinand Mündelein, einem Bruder des damaligen Dombaumeisters Franz Mündelein, 1902 aus Sandstein geschaffene Madonna auf einem Podest steht. Das Zepter befand sich in etwa vier Meter Höhe. Bei der Madonna handelt es sich um eine sogenannte Mondsichel-Madonna, die nach der Offenbarung des Johannes mit der Sonne bekleidet ist, den Mond unter ihren Füßen hat und auf ihrem Haupt einen Kranz mit zwölf Sternen trägt. Meyer zu Schlochtern: "Das Zepter und die üppig gestaltete Krone sollen sie als Königin des Himmels kennzeichnen." Zwar ist die Theologische Fakultät dabei, einen Kostenvoranschlag für eine Restaurierung einzuholen. Lieber wäre Josef Meyer zu Schlochtern jedoch: "Wer immer das Zepter abgebrochen hat, möge es an die Theologische Fakultät zurückgeben.

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