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Rund 700 Unterschriften hat Nadine Kollakowski für eine Hundewiese in Paderborn gesammelt. - © picture alliance / Frank Rumpenhorst/dpa
Rund 700 Unterschriften hat Nadine Kollakowski für eine Hundewiese in Paderborn gesammelt. | © picture alliance / Frank Rumpenhorst/dpa

Paderborn Petition: Viel Unterstützung für Paderborner Hundewiese

Petition: Bürgermeister Dreier will Pilot-Projekt „positiv begleiten“. Die Suche nach geeigneter Fläche könnte bald beginnen

Ellen Krause
24.02.2018 | Stand 28.02.2018, 12:37 Uhr |

Paderborn. Bei ihrer Petition für eine Hundewiese in der Domstadt hat die Paderbornerin Nadine Kollakowski vor ein paar Wochen sehr viel Unterstützung erfahren. Knapp 700 Unterschriften sind bisher zusammengekommen. Nun hatte sie einen mit Spannung erwarteten Termin zur Bürgersprechstunde. „Das Gespräch verlief sehr positiv", berichtet die 27-Jährige. „Der Bürgermeister hat ja selbst zwei Hunde. Er sagt, er hat den Bedarf erkannt und dass er es super findet, dass ich mich so einsetze. Er will das Pilot-Projekt positiv begleiten." Das kommt überraschend, denn bei der ersten Berichterstattung vor einigen Wochen hatte die Stadt offiziell keinen Handlungsbedarf gesehen. Im nächsten Schritt geht es um die Suche nach einer geeigneten Wiese, die noch nicht verplant ist. Paderwiesen kämen nicht infrage Antonius Wiethaup vom Grünflächenamt der Stadt, der bei dem Termin dabei war, wolle sich dazu nächste Woche bei ihr melden, erklärt die engagierte Hundehalterin. Die von ihr vorgeschlagenen Paderwiesen kämen leider nicht infrage, da sie schon verplant seien. Gesucht wird eine Fläche von rund 500 Quadratmetern, die es Hundehaltern ermöglichen soll, ihren Tieren den artgerechten Freilauf zu bieten, ohne dass sie dafür immer erst kilometerweit fahren müssen. Dies ist für viele Hundehalter auch gar nicht praktikabel. Auch die Kosten für den Zaun müssten noch ermittelt werden, so Kollakowski. Wie von ihr vorgeschlagen, soll die eingezäunte Wiese zunächst ein Pilotprojekt sein. Darauf wird mit entsprechenden Tafeln hingewiesen. Die Fläche muss ordentlich hinterlassen werden und darf nicht zum Hundeklo mutieren, damit sie eine Chance auf Bestand hat. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sollen dies regelmäßig kontrollieren. Aktuell herrscht im gesamten Innenbereich der Stadt Paderborn Leinenzwang. Frei laufen dürfen die knapp 7.000 gemeldeten Vierbeiner nur im „Außenbereich" der Stadt. Wobei zum Beispiel die beliebte „Hundewiese" am Monte Scherbelino zum Naherholungsgebiet zählt und nicht zum Außenbereich. Erst weiter Richtung Borchen und Haxtergrund ist der Leinenzwang aufgehoben. In der Nachbarstadt Gütersloh gibt es bereits eine, in Bielefeld sogar sieben Freilaufflächen für Hunde. Zu dem Termin am Freitag wollte die Stadt sich auf Anfrage der NW nicht äußern. Das sei bei Bürgersprechstunden nicht üblich.

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