Gut frequentiert: Der Bewegungs- und Fitnessparcours im Paderborner Ahorn-Sportpark wird gut angenommen. Die Anlage befindet sich hoch über dem Rasenspielfeld. Foto: Marc Köppelmann - © www.sportpictures.de
Gut frequentiert: Der Bewegungs- und Fitnessparcours im Paderborner Ahorn-Sportpark wird gut angenommen. Die Anlage befindet sich hoch über dem Rasenspielfeld. Foto: Marc Köppelmann | © www.sportpictures.de

Paderborn Paderborner Outdoor-Fitnesspark: Goldgrund in der Favoritenrolle

Die errechneten Kosten in Höhe von bis zu 80.000 Euro aber bereiten den Politikern noch Bauchschmerzen

Jochem Schulze

Paderborn. Seit dem Frühjahr 2014 erfreut sich der Bewegungs- und Fitnessparcours im Ahorn-Sportpark großer Beliebtheit. Nun könnte auch die Stadt einen weiteren Outdoor-Fitnesspark errichten. Im Sportausschuss wurden die Resultate einer Standortanalyse hergestellt. In der hatte der Sportservice neun potenzielle Standorte anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs untersucht. Als Favoriten schälten sich der Goldgrund, die Universität und Mönkeloh heraus. Die drei Standorte sind vergleichsweise weit vom Ahorn-Sportpark entfernt. Zudem können vor Ort mögliche Partner angesprochen werden. Diese sind für den Betrieb des Fitnessparks, der die Nähe zu bestehenden Einrichtungen und eine gewisse soziale Kontrolle benötigt, unerlässlich. Im Goldgrund sind bereits der TV 1875, die DJK und das Lieth-Forum aktiv. An der Uni könnte mit dem Hochschulsport kooperiert werden. In Mönkeloh sind die Sportfreunde Blau-Weiß zu Hause. Die Verwaltung reagierte mit der Analyse auf einen Prüfauftrag des Ausschusses. Das Gremium hatte sich im November 2016 mit einem Antrag der Bündnisgrünen beschäftigt. Deren Fraktion wollte 40.000 Euro für einen Outdoor-Fitnesspark in den städtischen Haushalt 2017 einstellen. Mit der Summe wäre es im Etat 2018 aber nicht getan. „Wir rechnen mit etwa 70.000 bis 80.000 Euro. Eine genaue Kalkulation kann erst nach der Festlegung des Standorts erfolgen“, sagte Sportservice-Leiter Dirk Happe. Der machte klar, dass neben den Geräten auch noch die Bodenarbeiten, die Zuwegungen und der Fallschutz finanziert werden müssten. Der genannte Betrag ließ die Ausschussmitglieder aufhorchen. „Das sollten wir in die Fraktionen geben“, sagte FBI-Sprecher Hartmut Hüttemann. „Vor den Haushaltsberatungen brauchen wir eine Grundsatzentscheidung“, befand Uli Graben von den Bünnisgrünen, während der fraktionslose Rainer Lummer eine Konversionsfläche als Alternativstandort ins Spiel brachte. „Wir benötigen einen Partner. Die Chance, den Fitness-Park gemeinsam mit einem Verein zu realisieren, ist relativ groß“, sagte Sportdezernent Wolfgang Walter. Der Beigeordnete stellte dar, dass möglicherweise Landesprogramme zur Quartiersentwicklung angezapft werden könnten. Damit würde der Standort Goldgrund in den Blickpunkt rücken. Nordöstlich der bestehenden Sportanlagen wächst demnächst das neue Stadtquartier Springbach Höfe heran.

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