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Mit dem neuen Entwurf: Amtsleiter Walter Hermes (v. l.), Bürgermeister Michael Dreier und Kämmerer Bernhard Hartmann erläuterten gestern gegenüber Medienvertretern den Haushaltsplan für 2017. - © Hans-Hermann Igges
Mit dem neuen Entwurf: Amtsleiter Walter Hermes (v. l.), Bürgermeister Michael Dreier und Kämmerer Bernhard Hartmann erläuterten gestern gegenüber Medienvertretern den Haushaltsplan für 2017. | © Hans-Hermann Igges

Paderborn In Paderborn steigt der Schuldenstand wieder

Haushaltsentwurf 2017: Für die Stadt Paderborn verschärft sich die finanzielle Lage. Sie benötigt mehr Personal, um alle Ansprüche zu befriedigen, bekommt weniger Geld vom Land und zahlt mehr an den Kreis

Hans-Hermann Igges
23.09.2016 | Stand 22.09.2016, 20:13 Uhr

Paderborn. Bürgermeister Michael Dreier und Finanz-Beigeordneter Bernhard Hartmann hatten gestern Abend bei der Einbringung ihres Haushaltsplanentwurfes für 2017 vor dem Stadtrat nicht gerade Grund zum Jubeln. Trotz aller Bemühungen der letzten Jahre bei der Haushaltskonsolidierung zeigt die Schuldenkurve für 2017 nämlich wieder nach oben. Bei einem Volumen von 429,3 Mio. Euro sollen 20,3 Mio. Euro neue Kredite aufgenommen werden. Im letzten Jahr (2015) war man am Ende noch mit einem Minus von knapp 5 Mio. Euro hingekommen. Für dieses Jahr werden 8,3 Mio. Euro neue Schulden angenommen. Der Gesamtschuldenstand soll demnach Ende 2017 bei 234 Mio. Euro liegen. Immerhin kostet bereits mehr als die Hälfte der Verbindlichkeiten weniger als 3 Prozent Zinsen. Damit geht es ab 2018 vermutlich aber an die Substanz: Jeder weitere Kredit ist dann nur noch durch das Vermögen der Stadt, die "allgemeine Rücklage" gedeckt. Haushalte müssen dann vom Landrat abgesegnet werden.

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