Parken in Paderborn. - © Marc Köppelmann
Parken in Paderborn. | © Marc Köppelmann

Paderborn Parken in Paderborn wird ab Januar teuer

Nur die Abgaben fürs Abwasser bleiben im nächsten Jahr stabil. Die Müllgebühren bleiben trotzt Erhöhung weit unter dem Landesschnitt

Paderborn. Autofahrer müssen ab 1. Januar tiefer in die Tasche greifen, wenn sie ihren Wagen auf städtischen Flächen abstellen: Um rund 20 Prozent steigen die Gebühren an den Innenstadt-Straßen und in den Parkhäusern. Damit sollen rund 860.000 Euro an Mehreinnahmen für die Stadtkasse erzielt werden. Der Betriebsausschuss des Stadtrates stellte sich am Dienstagabend einstimmig hinter die von der Verwaltung vorgeschlagene neue Gebührenordnung. Es gilt nach wie vor die Regel: Je zentraler der Parkplatz, desto teurer. So kostet ab 1. Januar eine Stunde in der Tiefgarage Königsplatz 1,20 Euro statt wie bisher 1 Euro. Entsprechende Sätze gelten am Liboriberg und auf dem Domplatz. Hier werden auch die Tagessätze entsprechend angehoben, während der Tagessatz unter dem Königsplatz bei 8 Euro bleibt. Im Parkhaus Neuhäuer Tor, an der Florianstraße, an der Rathenaustraße, am Hauptbahnhof und am Maspernplatz steigen die Stundentarife von 80 Cent auf 1 Euro. Der Tagessatz an der Florianstraße, am Hauptbahnhof und auf auf dem Maspernplatz steigt von 5 auf 6 Euro. Dauerparker zahlen auf dem Liboriberg und auf dem Domplatz für fünf Stunden künftig 4 Euro statt jetzt 3,50 Euro. An der Kulturwerkstatt sollen die Parkgebühren dagegen nicht steigen. So steigen die Gebühren: Fahren Sie mit der Maus über die roten Punkte und erfahren Sie die Gebühren für den jeweiligen Parkplatz. Gebühren liegen unter dem Bundesschnitt Trotz der Anhebungen liegen damit die Gebühren laut Bürgermeister Michael Dreier um rund 50 Prozent unter dem Bundesschnitt. Entsprechend bezeichneten Sprecher aller Fraktionen die Steigerungen als vertretbar. Damit beteilige man auch Besucher der Stadt an ihren Infrastrukturkosten Brunhilde Konersmann (CDU) vertrat die Ansicht, dass die Tiefgarage Königsplatz nach der Sanierung für viele wieder attraktiver sei und dann sogar besser ausgelastet werde. Die Verbreiterung der Parkplätze dort habe vermutlich unter dem Strich kaum negative finanzielle Folgen, da die für drei Autos ausgezeichneten Parkbuchten zuletzt ohnehin nur von zwei Autos hatten belegt werden können. Gegen die nach elf Jahren erste Anhebung der Müllgebühren um ebenfalls rund 20 Prozent - Ursache ist eine Anhebung der Entsorgungstarife durch den Kreis um 1,2 Millionen Euro - stimmte nur Rainer Lummer (DIP). Seiner Meinung nach hätte der Abfallentsorgungsbetrieb (ASP) zunächst weiter in seine Rücklagen greifen müssen. Sprecher aller Fraktionen kritisierten die ihrer Meinung nach wenig vorausschauende Gebührenplanung des Kreises. Ab 1. Januar kommen somit auf durchschnittliche Vier-Personen-Haushalte Erhöhungen Mehrausgaben zwischen 13 und 23 Euro im Jahr zu. Damit liege Paderborn jedoch noch immer 50 Prozent unter dem Landesschnitt, hieß es. Auch die Gebühr für Straßenreinigung wird nach fünf Jahren steigen: Zum Beispiel für ein Einfamilienhaus mit 25 Metern Straße um 11 Euro im Jahr. Allein die Gebühren für Abwasser bleiben mit 2,10 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser und 0,75 Euro für Niederschlagswasser stabil.

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