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Die Gemeinde Hövelhof hat ihre Haushaltsplanung für 2019 vorgelegt. - © Marc Köppelmann
Die Gemeinde Hövelhof hat ihre Haushaltsplanung für 2019 vorgelegt. | © Marc Köppelmann

Hövelhof Der Hövelhofer Bürgermeister Berens erklärt die Straßen-Zustände

Im Haushaltsentwurf 2019 muss die Sennegemeinde mit geringeren Gewerbesteuer-Einnahmen auskommen, doch Zuwachs ist in Sicht

Karl Finke
08.11.2018 | Stand 08.11.2018, 19:56 Uhr

Hövelhof. Die Gemeinde Hövelhof will im kommenden Jahre sämtliche Steuern und Gebühren für die Bürger und Unternehmen stabil halten. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer werden schon in diesem Jahr sinken und auch für 2019 geringer einkalkuliert. Hatte die Sennegemeinde in den zurückliegenden vier Jahren jeweils 6,4 Millionen Euro für Investitionen bereit gestellt, so werden im kommenden Jahr 5,1 Mio. eingeplant. Den Haushaltsentwurf 2019 stellten Bürgermeister Michael Berens und Kämmerer Andreas Schwarzenberg am Donnerstagabend im Gemeinderat vor. Zum Thema Gewerbe konnte der Rathauschef eine gute Mitteilung machen. Für den Gewerbepark Senne gemeinsam mit der Nachbarstadt Schloß Holte-Stukenbrock seien die Grundstücksverhandlungen "entscheidend nach vorn gekommen". Das Planverfahren laufe "ebenfalls gut", so Berens, Er hoffe auf die Vermarktung erster Grundstücke spätestens im Jahr 2020. Der Bürgermeister erteilte möglichen politischen Überlegungen in Richtung Steuer- oder Gebühren-Senkungen eine Absage. Hövelhof verfüge zwar wieder über eine "angemessene Ausgleichsrücklage", doch bleibe Stabilität das oberste Prinzip. Die Sennegemeinde biete ihren Bürgern bereits seit Jahren in vielen Bereichen die günstigsten Preise. Bauplätze in Hövelhof erst ab 2020 erwartbar Berens nahm auch zu den von der Gemeindeprüfungsanstalt in die Diskussion geworfenen Straßenzuständen Stellung. Er plädierte für eine aktuell politisch diskutierte Abschaffung der so genannten KAG-Beiträge für die Bürger bei Straßenerneuerungen - wie in Bayern. Die Gemeinde hole auch Voten von Anwohnern ein, die öfter keine Maßnahmen wünschen würden. In Hövelhof läuft zur Zeit eine Machbarkeitsstudie für ein neues Feuerwehrgerätehaus, das ab 2020 erneuert werden müsse. Ein Risikofaktor ist laut Bürgermeister das etwa 50 Jahre alte Hallenbad. In beiden Fällen sollen im Frühjahr 2019 Entscheidungen fallen. 20 neue Bauplätze in Riege will die Gemeinde 2019 mit dem Planverfahren ansteuern. Dieses Verfahren werde für das Baugebiet "Im Holze" bis Jahresende abgeschlossen. Im Bereich des Kernortes dürfen Bürger frühestens 2020 wieder Baugrundstücke erwarten. Bürgermeister Berens befürwortet für die Sennegemeinde "generationsübergreifendes Wohnen, bei dem die Großeltern auf ihre Enkel aufpassen und die Kinder ihre Eltern pflegen".

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