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An der Marktstraße ist das Rathaus ausgezogen. Die Umbauarbeiten werden nun teurer als erwartet. - © Jens Reddeker
An der Marktstraße ist das Rathaus ausgezogen. Die Umbauarbeiten werden nun teurer als erwartet. | © Jens Reddeker

Delbrück Delbrücker Rathausumbau wird eine halbe Million Euro teurer

Laut Stadtverwaltung muss für den Einzug der Gesamtschule mehr erneuert werden als geplant.

Jens Reddeker
04.03.2020 | Stand 04.03.2020, 08:55 Uhr

Delbrück. Der Umbau des Rathausgebäudes an der Delbrücker Marktstraße für die Gesamtschule wird 500.000 Euro teurer und dauert voraussichtlich mindestens drei Monate länger. Das hat die Stadtverwaltung gestern in einer Verwaltungsvorlage für die Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses am Mittwoch, 11. März, (18 Uhr, Stadthalle) veröffentlicht.

Die Verwaltung hat die Räume des 60er-Jahre-Baus und der alten Volksschule zum Jahresende 2019 bis zur Fertigstellung eines Neubaus in Ausweichquartiere verlassen. Nach dem Ratsbürgerentscheid im Februar 2018 hatten die Planung der Umbauarbeiten begonnen. Die Entwurfsplanung ging von Umbaukosten von etwa 1,15 Millionen Euro aus.

Mit dem Auszug der Verwaltung begannen die Abbrucharbeiten – und vor allem der Zustand der elektrotechnischen Anlagen und der Leitungsführung offenbarte, dass erhebliche Nachbesserungen vonnöten sind. Unter anderem müssten Alarmierung, Notstromversorgung, Sicherheitsbeleuchtung und EDV deutlich umfangreicher ertüchtigt werden, als zuvor angenommen. Der erhöhte Aufwand ist laut Stadt „auch den verschärften Anforderungen aus der in 2019 überarbeiteten Schulbaurichtlinie geschuldet". Insgesamt ergebe sich daraus der Mehrbedarf von rund 500.000 Euro.

Hinweis auf "Sanierungsstau"

Die Verwaltung weist darauf hin, dass im Gebäude ein erhebliche „Sanierungsstau" herrsche. Ihr Argument: „Auch die Weiternutzung als Rathaus hätte mittel- oder langfristig dazu geführt, dass die Leitungsführung, die Sicherheitsbeleuchtung und Notstromversorgung sowie die gesamte EDV zu erneuern gewesen wäre."

Aufgrund der nun umfangreicheren Arbeiten mit allen Ausschreibungsfristen könne der ursprüngliche Zeitplan mit Fertigstellung bis zum 31. Juli „nicht mehr vollständig eingehalten werden". Jetzt ist von der Stadt die endgültige Fertigstellung bis zum 31. Oktober geplant. Der für das Schuljahr 2020/2021 noch reduzierte Raumbedarf soll laut Stadt zum Beginn des neuen Schuljahres zur Verfügung stehen, so dass keine Ausweichräume benötigt werden.

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