0
Ortstermin am Unfallschwerpunkt am Hartkämper in Westenholz. - © Regina Brucksch
Ortstermin am Unfallschwerpunkt am Hartkämper in Westenholz. | © Regina Brucksch

Delbrück Kreisverkehr soll Unfallschwerpunkt in Westenholz entschärfen

Über 20 Westenholzer Anlieger bezeichnen schnelle Bauausführung als Sensation

Regina Brucksch
12.05.2019 | Stand 12.05.2019, 11:01 Uhr

Delbrück-Westenholz. Noch in diesem Jahr rechnet Landrat Manfred Müller mit der Fertigstellung eines Kreisverkehrs am Knotenpunkt Hartkämper in Westenholz. Dafür erntet er bei einem Ortstermin am Samstagmittag viel Zustimmung von über 20 Anliegern. Nicht nur bei ihnen gilt die Kreuzung Westenholzer Straße/Wulfhorster Straße/Mühlenheider Straße/Mastholter Straße seit Jahren als Unfallschwerpunkt. Am 27. Mai 2017 starb dort ein 21-Jähriger aus dem Kreis Gütersloh. Die voraussichtlichen Kosten für das Bauprojekt beziffert Müller auf 600.000 Euro. Der Zuschuss von 420.000 Euro aus dem NRW-Förderprogramm sei noch höher als erwartet. Der Kreis würde 180.000 Euro für das Verkehrssicherungskonzept aufwenden. Der Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer und der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Bernhard Wissing hatten zu dem Termin eingeladen. Weiterer Unfallschwerpunkt wird angemahnt Hoppe-Biermeyer berichtet, er habe in dieser Kreuzung auf seinem Rennrad selbst einen Beinahe-Unfall erlebt. „Wir brauchen gute und sichere Straßen als Zubringer für die Autobahnen", unterstreicht er auch die Bedeutung für die Wirtschaft. Wissing erinnert an die positive Überraschung: „Anfang des Jahres kam die gute Nachricht. Unter der Voraussetzung, dass der Kreis als beteiligter Baulastträger die Federführung bei der Ausführung übernimmt, kam von der Bezirksregierung der Bewilligungsbescheid." Er dankt den betroffenen Grundstückseigentümer und den Anliegern, die nie locker gelassen haben. Die örtlichen Ratsvertreter Ulla Schormann und Heiner Lübbers bezeichnen die schnelle Umsetzung sogar als Sensation: „Eigentlich hatte der Kreis angekündigt, sich dafür einzusetzen, den gefährlichen Knotenpunkt von Landes- und Kreisstraßen mit einer Ampelanlage zu entschärfen." Müller bestätigt: „Für uns war klar, wenn wir den Zuschuss bekommen, bauen wir selbst." Hoppe-Biermeyer ergänzt: „Jahrelang flossen Gelder vom Bund nicht nach NRW, weil keine Pläne für Projekte vorlagen. Der Kreis hat die Pläne für diese Maßnahme in der Schublade." Wissing erkennt an: „Unser Dezernent Martin Hübner von der Kreisverwaltung hat ganze Arbeit geleistet." Müller beschreibt den zukünftigen Kreisverkehr: „Es wird die gleiche Ausführung wie vor dem Entsorgungszentrum Alte Schanze in Elsen. Sie bekommt einen Durchmesser von 40 Metern und einen umlaufenden Radweg." Der Anlieger Norbert Ebbesmeier machte die Wichtigkeit noch einmal deutlich: „In dieser Form wurde die Kreuzung Anfang der 80er-Jahre gebaut. Seitdem hat es hier bestimmt schon über 100 Unfälle gegeben." Als mindestens genauso unfallträchtig beurteilen alle anwesenden Westenholzer die Kreuzung Lippstädter Straße/Suternstraße. „Da rappelt es dauernd", so ihr Hinweis, dass in diesem Bereich ebenfalls Maßnahmen zur Verkehrssicherheit erfolgen müssten.

realisiert durch evolver group