Ein Team: Der CDU-StadtverbandsvorsitzendeReinhold Hansmeier (v.l.), die CDU-Fraktionsvorsitzende Anita Papenheinrich,der vorgeschlagene Bürgermeisterkandidat Udo Hansjürgens und derLandtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer. - © Regina Brucksch
Ein Team: Der CDU-StadtverbandsvorsitzendeReinhold Hansmeier (v.l.), die CDU-Fraktionsvorsitzende Anita Papenheinrich,der vorgeschlagene Bürgermeisterkandidat Udo Hansjürgens und derLandtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer. | © Regina Brucksch

Delbrück Bürgermeisteramt: Delbrücker CDU schickt neuen Kandidaten ins Rennen

Udo Hansjürgens aus Ostenland möchte Bürgermeister in Delbrück werden

Regina Brucksch

Delbrück. Bei der nächsten Kommunalwahl im September 2020 haben die Delbrücker die Wahl zwischen mindestens zwei Bürgermeisterkandidaten. Der 45-jährige Udo Hansjürgens aus Ostenland ist der neue Mann der CDU. Der Vorsitzende des Sportvereins SC Blau Weiß Ostenland genießt einen hohen Bekanntheitsgrad. Die Parteispitze stellte ihn am Freitagvormittag der Presse vor. Gleichzeitig erhielten alle 700 Delbrücker CDU-Mitglieder entsprechende Briefe. Den Amtsinhaber Werner Peitz informierten die Verantwortlichen ebenfalls zeitnah. Das parteilose Stadtoberhaupt erklärte auf Anfrage der NW, sich 2020 für eine dritte Periode zur Wahl zu stellen. „Unser Landtagsabgeordneter Bernhard Hoppe-Biermeyer hat Udo Hansjürgens in der internen Projektgruppe vorgeschlagen. Wir freuen uns sehr über seine Zusage," erklärt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Reinhold Hansmeier. Er blickt zurück: „Seit 2009 haben wir erfolgreich Politik mit Werner Peitz gemacht. 2014 sahen wir es als sinnlos an, einen CDU-Kandidaten zu nominieren. Inzwischen gibt es viele Stimmen in der Partei und unter unseren Wählern, die sich für eine Aufstellung bei der nächsten Wahl aussprechen. Darum haben wir bereits 2016 die Projektgruppe zur Suche eingesetzt. Für uns war klar, die Delbrücker wählen eine Person aus Delbrück, die in Delbrück wohnt und arbeitet." Entscheidung läge bei den CDU-Mitgliedern Die Entscheidung für Hansjürgens liege bei allen CDU-Mitgliedern. Die Nominierung sei erst ab 1. August 2019 bei einer Aufstellungsversammlung möglich. Zwei Vorstellungen bei den Vorsitzenden der zehn Ortsverbände und dem Stadtverbandsvorstand seien positiv verlaufen. „Er ist einer, der sich hochgearbeitet hat und mit seiner Kandidatur viel Mut beweist", sprach Hoppe-Biemeyer das Profil des Bewerbers mit den Schwerpunkten Wirtschaftsförderung, Familie und Ehrenamt an. Er lobte ihn als hervorragend organisiert und strukturiert. „2015 hat er bei der Flüchtlingskrise sofort eine der beiden Sporthallen in Ostenland geräumt", erinnerte er an die enorme Unterstützung. „Die Dimension dieser Aufgabe ist mir durchaus bewusst. Es ist gut, dass ausreichend Zeit bleibt, um über meine Bewerbung im Ehrenamt und am Arbeitsplatz zu sprechen. Ab dem 29. Oktober starte ich eine Vorstellungsrunde. Ich freue mich über Einladungen aller CDU-Ortsverbände, der Vereine und weitere Gruppierungen", sagt Hansjürgens. Lücken einer fehlenden, verwaltungstechnischen Ausbildung ließen sich sicherlich schließen, räumte er ein. „Mit Werner Peitz werde ich mich in Kürze auf einen Kaffee verabreden," versprach er einen respektvollen Umgang. Hansjürgen spricht von sich als Stammwähler der CDU. Als Mitglied ist er der Partei am Dienstag beigetreten. Hansmeier machte deutlich, dass es keinen Wahlkampf gegen den Amtsinhaber, sondern einen Wahlkampf der eigenen CDU-Stärken geben werde. CDU möchte transparenter vorgehen „Politiker können dazu lernen", erläuterte Hoppe-Biermeyer, dass die CDU entgegen früherer Nominierungen diesmal ganz sehr transparent vorgehen wolle. Der erste Schritt mit der Vorabinformation der eigenen Leute sei gemacht. Hansjürgen will sich zunächst mit den Parteimitgliedern aus Westenholz treffen. Der Neue scheute sich nicht Selbstkritik zu üben: „Im Rahmen der Diskussion um den Schulstandort Westenholz habe ich mich dazu hinreißen lassen, in sozialen Medien Stellung zu nehmen. Die Wortwahl war total überzogen. Als Erstes treffe ich mich mit den CDU-Mitgliedern aus Westenholz. Dort gibt es zu Recht Gesprächsbedarf."

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