Bad Wünnenberg Meinolf Stieren starb mit 91 Jahren

Helmern trauert um früheren Landrat

Ralph Meyer

Bad Wünnenberg-Helmern. Im Alter von 91 Jahren ist Meinolf Stieren, langjähriger Landrat des Kreises Büren und Kreislandwirt, am Montag dieser Woche gestorben 1964 wurde der Helmerner zum Kreislandwirt des damaligen Kreises Büren gewählt. Dieses Amt hatte er zehn Jahre innen. Mit der Gebietsreform im Jahr 1975 wurde er für weitere 16 Jahre zum Kreislandwirt im Kreis Paderborn gewählt. Über drei Jahrzehnte setzte sich Stieren in verschiedenen kommunalpolitischen Ämtern für die Entwicklung der Region auf Orts-, Kreis- und Landesebene ein. Von 1967 bis 1969 vertrat Stieren den Kreis Büren als Landrat. Dem Kreistag des ehemaligen Kreises Büren gehörte er vom 6. April 1961 bis zum 27. November 1969 an, dem Kreistag des Kreises Paderborn von 1975 bis 1990. Von 1963 bis 1975 war er Mitglied der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Für seinen erfolgreichen Einsatz in politischen Gremien erhielt Stieren 1988 das Bundesverdienstkreuz. 20 Jahre war er Vorsitzender im Aufsichtsrat der Volksbank Atteln-Lichtenau. Der Westfälisch-Lippische Genossenschaftsverband verlieh ihm die goldene Ehrennadel des Deutschen Genossenschaftsverbandes. In Anbetracht seiner Verdienste um die Landwirtschaft zeichnete ihn die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe mit der Goldenen Plakette aus. Für in Not geratene Berufskollegen hatte der Helmerner den Betriebshilfsdienst ins Leben gerufen. 1960 legte sich der wortgewandte Stieren, der später auch Ortsvorsteher in Helmern war, wegen üppiger Manöverschäden sogar mit dem Buckingham-Palast an. Sein Telegramm an die Queen hatte Erfolg: Die Übung wurde abgebrochen, und Stieren hatte die Grundlage für seine spätere politische und berufsständische Karriere gelegt. Die vergangenen Jahren verbrachte er bei seiner Tochter auf Norderney, und seit einem halben Jahr lebte er in einem Pflegeheim Das Seelenamt für den Verstorbenen findet am Samstag, 8. August, 11 Uhr, in der Pfarrkirche St. Apollonia in Helmern statt, anschließend erfolgt die Beisetzung von der Friedhofskapelle aus.

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