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Bad Oeynhausen Deckel auf die Dehmer Deponie

Ausschuss stimmt Bodentransport zu

VON HEIDI FROREICH
23.09.2010 | Stand 04.02.2015, 12:31 Uhr

Bad Oeynhausen. Mit rund 190.000 Kubikmeter Erde, die beim zweiten Bauabschnitt der Nordumgehung anfallen, soll das ehemalige Deponiegelände zwischen Altem Postweg und Breitensiek aufgefüllt werden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung stimmte diesem Vorschlag der Verwaltung gestern zu.

Vergeblich hatten zuvor Klaus Rasche und Eckhard Grummert von der BBO versucht, diesen Plan zu verhindern. Sie erinnerten daran, dass das Gelände, das früher als Hausmüll- und Bauschuttdeponie genutzt wurde, stark schadstoffbelastet sei. Und die Anlieger deshalb großen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt seien. Ein Argument, dass einige Zuhörer lautstark unterstützten: "Erst sterben die Tiere, dann wir".

Um das zu verhindern, gibt es nach Einschätzung der BBO nur eine Möglichkeit: "Die Deponie muss weg."

Eine Forderung, der sich die Ausschussmehrheit nicht anschließen wollte. Abgesehen von Rasche,Grummert und Andreas Korff (die Linke) sprachen sich alle Mitglieder dafür aus, einen Bodendeckel auf die Deponie zu legen. Landschaftsarchitekt Kortemeyer hatte zuvor wirksame Überzeugungsarbeit geleistet. Seine Hauptargumente:

´ Der Boden wird direkt von der Trasse der A30 auf die Deponie gefahren - ohne zusätzliche Belastung für Anlieger und Straßenverkehr.

´ Maximale Höhe der Aufschüttung beträgt drei Meter.

´ Die vorhandene Randbegrünung mit Sträuchern und Gehölzen bleibt erhalten und wird sogar noch erweitert.

´ Schon während der rund dreimonatigen Bauzeit wird das Gelände abschnittweise mit Rasen eingesäht.

Und Ausschussvorsitzender Dr.Olaf Winkelmann sicherte zu: "Bei der Entscheidung über den Bauantrag werden auch mögliche Schadstoffbelastungen geprüft."
 

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