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Bad Oeynhausen Endspurt in Eidinghausen

Nordumgehungsbrücke wird Anfang Dezember freigegeben / 10.000 Tonnen Asphalt fehlen noch

VON NICOLE SIELERMANN
10.11.2010 | Stand 04.02.2015, 12:40 Uhr
Die Eidinghausener Straße führt demnächst einen kleinen Hügel hinauf. Rechts ist vor dem "Anlieger frei"-Schild die Einfahrt zum Schloss-Parkplatz zu erkennen, oben auf dem Hügel zweigt nach rechts die Straße Mönichhusen ab. Am linken Bildrand steht die weiß-graue Lärmschutzwand. - © FOTO: NICOLE SIELERMANN
Die Eidinghausener Straße führt demnächst einen kleinen Hügel hinauf. Rechts ist vor dem "Anlieger frei"-Schild die Einfahrt zum Schloss-Parkplatz zu erkennen, oben auf dem Hügel zweigt nach rechts die Straße Mönichhusen ab. Am linken Bildrand steht die weiß-graue Lärmschutzwand. | © FOTO: NICOLE SIELERMANN

Bad Oeynhausen-Eidinghausen. Es herrscht Hochbetrieb. Die Bauarbeiter, die momentan zu Fuß auf der Eidinghausener Straße unterwegs sind, müssen aufpassen, nicht unter die Räder zu kommen. Und das, obwohl das neue Teilstück der Eidinghausener Straße noch gar nicht freigegeben wurde. Trotzdem geben sich an diesem Morgen Bagger, Walze, Lastwagen oder Raupe die Klinke in die Hand. In der zweiten Dezemberwoche soll die Nord-Süd-Verbindung wieder für den Verkehr frei sein.

Bis dahin bleibt im Endspurt in Eidinghausen noch viel zu tun. "Seit Montag ist der Fertiger unterwegs und bereitet die Schwarzdecke vor", erklärt Tobias Fischer, Projektleiter von Straßen NRW, gegenüber der NW. Drei Wochen habe die ausführende Firma für den neuen Asphalt eingeplant.

"Der besteht aus drei Schichten: Trag-, Binder- und Deckschicht", erklärt Fischer. Und er braucht vor allem eine günstige Witterung. Denn: "Asphalt ist sensibel." Ein Wetter, wie Montag und Dienstag käme den Bauherren passend. "Ein bisschen wärmer wäre auch nicht schlecht und mit ein paar Regentropfen können wir leben", so Fischer. Insgesamt werden in den kommenden drei Wochen etwa 10.000 Tonnen Asphalt verbraucht. Wenn der verarbeitet ist, sind sowohl die Eidinghausener Straße, die Wöhrener Straße, Mönichhusen, die Nordstraße und die Straße Auf’m Riegel fertig.

Information

Brückenschluss an der Werre

In Bad Oeynhausen wird am Donnerstag, 11. November, das letzte verbindende Stück über die Schrägseilbrücle über die Werre eingebaut. Die Länge des Brückenfeldes über die Werre beträgt 68 Meter. Insgesamt ist die Brücke 152 Meter lang.
Die schlanke Konstruktion gibt der Brücke nicht nur ein elegantes Aussehen, sondern lässt durch ihre Länge die wichtigen Kaltluftströme nach Bad Oeynhausen ungehindert durch. Auch wird die Werre dadurch nicht eingeschnürt und die Überschwemmungsräume freigehalten.
17 Millionen Euro kostet allein diese Brücke. Anfang 2012 soll sie fertig sein. (straßen nrw)

Wer in diesen Tagen in der Nähe des Wasserschlosses Ovelgönne unterwegs ist, wird das nähere Umfeld vermutlich nicht auf den ersten Blick wieder erkennen. Die Eidinghausener Straße schlängelt sich plötzlich einen kleinen Hügel hinauf, die Einfahrt zum Mönichhusen ist verbreitert und mit einer Mittelinsel versehen worden, ein Lärmschutzwall schirmt die westlichen Häuser (Richtung Schwagerstraße) ab und auch die Auffahrt zur Nordumgehung ist bereits planiert.

Schon jetzt ist die Eidinghausener Straße an den Wochenenden zum Anziehungspunkt für Ausflügler geworden. Bei schönem Herbstwetter nutzten auch vergangenen Sonntag zahlreiche Bad Oeynhausener den Tag, um einen Blick auf die Baustelle zu werfen. Zu Fuß oder sogar mit dem Pkw waren sie auf der Baustelle unterwegs.

Wenn Ende November der Asphalt auf der Straße ist, sollen in den letzten zwei Wochen die Restarbeiten folgen. Bereits fertig sei der Damm, der mit der nötigen Schotterschicht und Entwässerung versehen worden sei. "Es müssen aber noch einige Bereiche gepflastert werden", zählt der Projektleiter auf. Und auch die sogenannten Bankettandeckungen, Oberbodenandeckung und Schutzeinrichtungen müssen noch gebaut werden. "Danach folgen Schilder und Markierungen." Und dann ist der Weg wieder frei – für Autos, Lastwagen und Radler.

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