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Ausgleich zur Abholzung gefordert

Grüngürtel soll Nordumgehungs-Schneise aufbessern

VON PETER STEINERT
15.11.2008 | Stand 04.02.2015, 12:31 Uhr

Bad Oeynhausen. Im Norden der Stadt werden Fakten geschaffen und großflächig Waldflächen abgeholzt. Auf der anderen Seite werben Rechtsanwalt Dr. Walter Jäcker und Superintendent Andreas Huneke jetzt in einem Bürgerantrag für eine Aufforstung entlang der Nordumgehung.

Nach den Überlegungen der beiden Antragsteller soll die Stadt über die gesetzlichen Ausgleichsmaßnahmen hinaus aktiv werden und links und rechts der Trasse Flächen zur Bepflanzung zur Verfügung zu stellen. Jäcker: "Wir regen an, diese Flächen zu kaufen oder zu pachten."

Mit Hilfe von Bürger-Spenden und -Beteiligungen könnten diese beiden Randstreifen nach und nach mit Laubbäumen aufgeforstet werden. Zudem, so die Vorstellung der beiden Initiatoren, würde dieser Grüngürtel die Lärm- und Feinstaubbelastung verringern.

Walter Jäcker und Andreas Huneke schreiben in ihrer Begründung: "Wir brauchen Ideen, Vorschläge und Taten, die helfen, die entstandenen Schäden zu ändern und zu heilen." Mit dieser Aktion solle sich "aus dem Trennenden der Autobahn etwas Gemeinsames entwickeln".

Der Landesbetrieb Straßen hat derweil etliche Bäume fällen lassen. Besonders auffällig ist das derzeit im Eidinghausen-Dehmer Grenzgebiet, wo in dem Dreieck von Auf dem Kley, Kleystraße und Steinkamp eine Schneise für die Bundesstraße 61 n geschlagen wurde. Die noch stehenden Bäume befinden sich bereits im Besitz des Landesbetriebs.

Der Bürgerantrag für den Grüngürtel entlang der Nordumgehung von Walter Jäcker und Andreas Huneke soll im kommenden Stadtentwicklungsausschuss am 27. November behandelt werden.

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