Rahden Ein Blumenkübel und ein Hilfeersuchen an die Polizei

Joern Spreen-Ledebur

Rahden-Stelle. Der neue Geh- und Radweg "übers Feld" zwischen Langer Reihe und Weher Straße ist fast fertig, mittlerweile stehen auch die Laternen. Der endgültige feingeschotterte Fahrbahnbelag ist aufgebracht worden. Der Belag müsse aber noch bearbeitet werden, sagte gestern Bau-Fachbereichsleiter Dieter Drunagel. Auf Stellerloh wurden am gestrigen Montag die Blumenkübel aufgestellt und die Tempo-30-Schilder geben das Limit für die Autofahrer vor. Die Kübel sorgten allerdings für einen Polizeieinsatz. Anlieger Jürgen Brase beklagt, dass einer der Kübel so vor seine Ausfahrt gestellt wurde, dass er mit seinem Wohnmobil nicht mehr vom Hof kam. Er mache den Bauarbeitern keinen Vorwurf, machte Brase deutlich. Verantwortlich sei die Stadt Rahden, sie habe die Standorte der Kübel festgelegt. Brase rief in seiner Not die Polizei. Es habe ein Hilfeersuchen gegeben, bestätigte Polizeisprecher Ralf Steinmeyer den Einsatz seiner Kollegen auf Stellerloh. Die Beamten hätten auch gemeint, dass der Kübel anders platziert werden müsste, sagte Brase. Sie hätten aber auch klar gemacht, nicht zuständig zu sein. Das sei Aufgabe der Stadt Rahden. Dieter Drunagel von der Stadt versprach gestern Abhilfe. Es werde noch "feinjustiert"; der Kübel werde versetzt. Anlieger Jürgen Brase beklagte zudem, dass die Stadt ihm verboten habe, mit einem Traktor den Geh- und Radweg zu befahren. Er habe aber doch noch etwas Landwirtschaft, sagte der Rahdener. Der städtebauliche Vertrag, den die Stadt mit dem Unternehmen Meier Guss abgeschlossen hatte, besagt, dass der Weg für landwirtschaftliche Fahrzeuge nutzbar sein soll. Darauf verwies auch Drunagel. Landwirte sollten die Sperrbügel umklappen können. Dafür werde es Schlüssel geben.

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