Engagiert sich: Gutes Hören darf nicht nur den Menschen in Ländern mit gutem Gesundheitssystem vorbehalten bleiben, findet Daniela Schafmeier. Deshalb startet sie im September mit einem erfahrenen Team zu einer Hilfstour in die Ukraine. - © Foto: Sonja Rohlfing||
Engagiert sich: Gutes Hören darf nicht nur den Menschen in Ländern mit gutem Gesundheitssystem vorbehalten bleiben, findet Daniela Schafmeier. Deshalb startet sie im September mit einem erfahrenen Team zu einer Hilfstour in die Ukraine. | © Foto: Sonja Rohlfing||

Rahden Hörgeräte aus Rahden für die Ukraine

Hilfsaktion: Daniela Schafmeier aus Rahden hat sich mit mehreren Kollegen zusammengetan, um armen Menschen in Osteuropa zu helfen. Sie bittet um alte Hörgeräte, die sie gerne als Spenden annimmt

Sonja Rohlfing

Rahden. September ist für viele noch Urlaubszeit. Auf Reisen geht auch Daniela Schafmeier, allerdings nicht, um sich zu erholen oder Sehenswürdigkeiten zu besuchen, sondern um zu helfen. Die Hörakustikmeisterin startet am 22. September zu einer einwöchigen Hilfstour nach Luzk, einer Stadt mit rund 200.000 Einwohnern in der Ukraine, um dort Hörgeräte anzupassen. Dabei schließt sie sich einem erfahrenen Team an. Zu ihm gehört auch ihre Berufskollegin, die gebürtige Mindenerin Nicole Kühling. Sie hat Daniela Schafmeier auf das Projekt aufmerksam gemacht. "Sie wusste, dass ich Lust auf so etwas habe", sagt Daniela Schafmeier. Es ist nicht das erste Mal, dass sie ihr Fachwissen ehrenamtlich einsetzt. 2016 hat sie einem hochgradig schwerhörigen, achtjährigen Jungen aus Mazedonien durch eine von ihr initiierte Spendenaktion dauerhaft zu Hörgeräten verholfen. "Das Flüchtlingskind wurde zwar abgeschoben. Es durfte die Hörgeräte aber behalten." Das Kind habe mit den Hörgeräten gute Fortschritte gemacht, die durch eine europaweit gültige Garantieverlängerung für die Geräte und ausreichend Batterien langfristig gesichert seien. "Deshalb bin ich jetzt doppelt motiviert", sagt Daniela Schafmeier. Kostenlose Hörtests hat sie auch schon bei den "Special Olympics", der weltweit größten Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung, angeboten. "Die Menschen sind so dankbar und geben so viel zurück. Das ist durch Geld nicht zu ersetzen", erklärt die Rahdener Unternehmerin. In der Ukraine gibt es nicht so ein gutes Gesundheitssystem wie in Deutschland. Die Hilfstouren haben inzwischen schon Tradition. Versorgt werden bekannte aber auch neue Gesichter. Bei den bisherigen Reisen wurde ein enges Band zu den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen der Region geknüpft. Daniela Schafmeier ist zum ersten Mal dabei. Für ihren Einsatz bittet sie um alte Hörgeräte. "Ob funktionsfähig oder nicht, das ist egal", sagt die Hörakustikmeisterin. Außerdem können in ihren Filialen in Rahden und Hille Restbestände an funktionierenden Hörgerätebatterien abgegeben werden. Zusätzlich hat sie ein Konto für Geldspenden zum Beispiel für Reparaturen eingerichtet.

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