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Hier zwischen Sekundarschule und Sportlerheim des OTSV könnte der neue Sportplatz entstehen. - © Sandra Spieker
Hier zwischen Sekundarschule und Sportlerheim des OTSV könnte der neue Sportplatz entstehen. | © Sandra Spieker

Alles ist wieder offen Sportplatz-Neubau: Jetzt muss eine Entscheidung her

Eigentlich war es schon so gut wie beschlossene Sache, dass am Offelter Weg ein Allwetterplatz gebaut werden soll, doch dann wurde das Thema erneut vertagt. Am 25. Oktober muss der Rat final entscheiden. Der Verein wendet sich mit einem Schreiben an die Fraktionen.

Sandra Spieker
23.10.2022 , 02:00 Uhr

Pr. Oldendorf. Eigentlich war schon alles in trockenen Tüchern in Sachen Allwetterplatz: Der erneute Antrag auf Förderung war erfolgreich, 750.000 Euro soll es geben, da war die Freude groß. Der OTSV hatte bereits angeboten, auf Basis eines städtischen Zuschusses von 850.000 Euro die Bauherrenschaft zu übernehmen. Doch die Formalien bremsten das Projekt dann aus.

Der OTSV zog die Notbremse: Denn das zugesagte Fördergeld gibt es nur, wenn man sich beim Bau des Platzes auch genau an das Leistungsverzeichnis hält, das die Grundlage des Förderantrags war. Und das rechnet jetzt schon mit Baukosten von insgesamt 1,14 Millionen Euro – ohne Nebenkosten. Eine weitere Steigerung ist so gut wie sicher.

Die Bedingungen könne der Verein nicht erfüllen

Diese Bedingungen würde der Verein nicht erfüllen können, hieß es dann vom OTSV nach reiflicher Überlegung. Der Verein zog deshalb sein Angebot, den Platz zu bauen, Mitte September wieder zurück. Nun liegt die Bauherrenschaft bei der Stadt. Eigentlich sollte das Großprojekt in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport Ende September nur noch abgesegnet werden.

Doch die Bedenken ob der neuen Entwicklung waren groß, und so konnte die Politik sich nicht zu einer Entscheidung durchringen. Die muss jetzt aber her, denn am kommenden Dienstag tagt der Rat und dort steht das Thema auf der Tagesordnung. Bürgermeister Marko Steiner ermahnte in der letzten Sitzung, dass je länger man auf die Ausschreibung warte, desto schlechtere Preise seien zu erwarten.

Bürgermeister macht Druck

Dass in der Sitzung des Ausschusses keine Entscheidung für den Bau eines Allwettersportplatzes am Standort der Sekundarschule getroffen wurde, gebe dem OTSV und seinen Mitgliedern "Grund zur Sorge", wendet sich der Verein nun mit einem Schreiben an die Fraktionen des Rates. "Wir hoffen nicht, dass nach 15 Jahren voller Diskussionen der Bau eines Allwetterplatzes auf der Zielgraden zum wiederholten Male und damit vielleicht endgültig scheitert", heißt es darin.

So weist der Verein vor der finalen Entscheidung des Rates nochmals auf die wichtigsten Fakten hin, die aus seiner Sicht klar für einen Bau des Allwetterplatzes sprechen, darunter ökologische Aspekte und Nutzungsdauer. Allwetterplätze seien mittlerweile sogar in kleinen Vereinen ein Standard geworden, der benötigt wird, um konkurrenzfähig zu bleiben, schreibt OTSV-Vorsitzender Andreas Vogt.

OTSV wendet sich mit einem Schreiben an die Fraktionen des Rates

Regelmäßig sei in der Lokalpresse zu lesen, dass in fast allen umliegenden Gemeinden Allwetterplätze gebaut würden. In den vergangenen Jahren seien beispielsweise in Lübbecke, Blasheim, Espelkamp, Hüllhorst und Stemwede Kunstrasenplätze eingeweiht worden. In der Nachbargemeinde Bad Essen sei ebenfalls der Neubau eines Allwetterplatzes für 2023 geplant. Der Kreis Herford gehe sogar noch einen Schritt weiter und fördere gezielt nur noch Allwetterplätze. Auch habe es in den letzten Jahren nur eine Sanierung eines Naturrasenplatzes gegeben. Dem gegenüber stünden zwei bis drei Neubauten von Allwettersportplätzen.

"Wie uns verschiedene Auswahltrainer des Kreisfußballverbandes bestätigten, ist schon bei Jugendlichen wetterunabhängiges, ganzjähriges Training auf dem Platz ein wichtiges Kriterium bei der Vereinswahl, die Pr. Oldendorfer Vereine können das leider nicht bieten", so Vogt.

Die Ratssitzung am Dienstag, 25. Oktober, beginnt um 17.30 Uhr in der Aula der Sekundarschule.

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