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Die Suche konzentriert sich auf den Schleusenbereich. - © Stefan Koch
Die Suche konzentriert sich auf den Schleusenbereich. | © Stefan Koch

Petershagen/Herford/Lage Suche eingestellt: Mann (36) kentert vor Schleuse und verschwindet im Sog

Das Kanu eines 36-Jährigen kentert. Der Mann versuchte an Land zu schwimmen, wird aber unter Wasser gezogen. Eine sofort eingeleitete Suche blieb erfolglos.

Stefan Koch
18.04.2022 | Stand 19.04.2022, 09:34 Uhr
Malina Reckordt

Petershagen. Die Suche nach einem vermissten 36-jährigen Mann aus Lage, der am Samstagabend mit einem Kanu gekentert ist, verlief auch am Sonntag bislang erfolglos. Nach Informationen der Polizei war der Mann gemeinsam mit seinem 32-jährigen Bruder aus Herford unterwegs. Als die beiden Männer auf die Weserschleuse zufuhren, kenterte das Kanu des 36-Jährigen. Der Mann versuchte an Land zu schwimmen, wurde jedoch durch die Schleuse angesaugt und unter Wasser gezogen.

Umfangreiche, sofort eingeleitete Suchmaßnahmen mit einem Polizeihubschrauber, Tauchern und der Feuerwehr mit einer Drohnen blieben bisher erfolglos. Der Bruder des Verunglückten fuhr um ein eigenes Kentern zu verhindern mit beiden Kanus an das Ufer.

Suche ist eingestellt

Am Sonntag ging die Suche weiter. Dabei wurde ein Schleusenvorgang ausgelöst, der ohne Erfolg verlief. Gegen 15 Uhr stellte die Wasserschutzpolizei die Suche dann jedoch ein. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich der Vermisste nicht mehr im Bereich der Schleuse befindet, sondern abgetrieben wurde. Es wird vermutet, dass das Unfallopfer nach dem Kentern durch die Saugkraft der Pumpen in der Schleuse unter Wasser gezogen wurde. Am Montag nahm die Schleuse dann wieder um 6 Uhr den Betrieb auf. Während des umfangreichen Einsatzes zusammen mit der Feuerwehr am Samstag war die B 482 im Bereich der Schleuse von 18.50 bis 23.40 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.

Nach Auskunft von Karl Jungcurt, Stadtbrandmeister in Petershagen, war der Einsatz der Feuerwehr am Samstag gegen Mitternacht beendet. Um den Einsatz der Tauchergruppe zu sichern musste ein Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die Schleuse zum Einsatzort kommen und dort außer Betrieb nehmen. Die Taucher suchten in der Schleuse nach der vermissten Person. Dunkelheit und trübes Wasser erschwerten den Einsatz. Einsatzleiter am Samstag war Lutz Köllinig, stellvertretender Leiter der Löschgruppe Frille, wo auch die Tauchergruppe angesiedelt ist.

Der Rettungsdienst im Einsatz. - © Stefan Koch
Der Rettungsdienst im Einsatz. | © Stefan Koch

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