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In zwei verschiedenen Größen stellt Manuel Haseloh die Lübbecke-Tafeln her. Dieses ist in Din A3. - © Mareike Köstermeyer
In zwei verschiedenen Größen stellt Manuel Haseloh die Lübbecke-Tafeln her. Dieses ist in Din A3. | © Mareike Köstermeyer

Lübbecke Lübbecker stellt Mini-Modelle seiner Heimatstadt mit dem Laser her

Manuel Haseloh ist leidenschaftlicher Tüftler. Die Holzschnitte, die er zusammen mit einem Freund fertigt, könnte es bald auch für andere Städte geben.

Mareike Köstermeyer
03.12.2019 | Stand 03.12.2019, 15:17 Uhr

Lübbecke. Das Wiehengebirge sowie die B 239 und die B 65 sind auf den ersten Blick zu erkennen. Von Blasheim bis Gehlenbeck und von Alswede bis Hüllhorst stellt das Mini-Modell von Manuel Haseloh Lübbecke dar. „Es sind eben die Hauptverkehrsadern und der Gebirgszug, die charakteristisch für Lübbecke sind und die Stadt als Modell so interessant machen", sagt der 24-Jährige, der selbst aus Lübbecke kommt.

Lübbecke. Das Wiehengebirge sowie die B 239 und die B 65 sind auf den ersten Blick zu erkennen. Von Blasheim bis Gehlenbeck und von Alswede bis Hüllhorst stellt das Mini-Modell von Manuel Haseloh Lübbecke dar. „Es sind eben die Hauptverkehrsadern und der Gebirgszug, die charakteristisch für Lübbecke sind und die Stadt als Modell so interessant machen", sagt der 24-Jährige, der selbst aus Lübbecke kommt. Die Idee, Lübbecke als eine Art topografisches Modell zu bauen, kam ihm in Enschede, für ein Bachelorstudium der Komposition war er dort hingezogen. Der Zusammenhang zwischen Musik und der Entwicklung des Lübbecke-Modells ist für ihn naheliegend: „Bei beidem geht es darum, etwas zu erstellen. Bei dem einen ein musikalisches Stück, bei dem anderen etwas Materielles", so der Tüftler.Zusammen mit einem Freund, Pierre Trappe, der für ein Maschinenbaustudium nach Enschede gezogen war, wurde die Idee ausgearbeitet. Kunstoff gefiel nicht, es musste Holz sein Produziert wird in Enschede in einer Erfinderwerkstatt Alles hatte damit angefangen, dass die beiden Freunde sich zwei 3D-Drucker anschafften. Schnell entstand die Idee, ein Modell von Lübbecke zu erstellen. „Aber der 3D-Drucker druckt eben nur Kunststoff und das gefiel uns nicht, obwohl man so genau drucken kann, dass sogar ein Parkhaus zu erkennen war", sagt Haseloh. Also entschieden sie sich schnell für Holz. Im sogenannten „FabLab" von Enschede, einer Erfinderwerkstatt, in der hoch technisierte Maschinen zur Verfügung stehen, stießen die beiden Freunde auf einen Laser, mit dem millimetergenau Linien aus dem Holz ausgeschnitten werden können. „Zuerst hatten wir dann noch die Idee, das Wiehengebirge weiterhin mit dem Drucker aus Kunststoff herzustellen, aber das war optisch einfach nicht schön", so Manuel Haseloh. Also wurde auch das Gebirge aus Holz hergestellt. Wie bei einer topografischen Karte besteht es aus einzelnen Lagen, die später in Handarbeit aufeinandergeklebt werden. Von der ersten Idee bis zum ersten fertigen Prototyp dauerte es tatsächlich nur eineinhalb Wochen. Die Aufgaben sind klar verteilt Pierre ist für das Technische zuständig, Manuel für das Design Die Aufgaben sind klar verteilt. Während Pierre Trappe für die technischen Dinge zuständig ist, beschäftigt Manuel Haseloh sich im Besonderen mit der Ausführung und dem Design, obwohl auch er früher schon kleine Spielzeugroboter auseinandergenommen hat, um nachzuschauen, wie sie funktionierten. Seit Manuel Haseloh für ein weiteres Bachelorstudium der Psychologie nach Berlin gezogen ist, ist die gemeinsame Produktion der Lübbecke-Souvenirs eine kleine logistische Herausforderung. „Aber zum Glück gibt es die Post", sagt Manuel Haseloh lachend. Nun fertigt Pierre Trappe die Einzelteile im „FabLab" in Enschede und schickt sie nach Berlin, wo Manuel Haseloh sie zusammenklebt. Mittlerweile haben die beiden mit der Bücherstube auch einen Verkaufspartner in Lübbecke gefunden, obwohl die Lübbecke-Tafeln anfangs nur für Freunde und Bekannte hergestellt werden sollten. Doch inzwischen denken sie sogar darüber nach, auch andere Städte in dieser Form darzustellen, auch wenn nach Manuel Haselohs Auffassung keine Stadt so charakteristisch ist wie Lübbecke.

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