Schule mit Potenzial: Die Grundschule Büttendorf (Foto) und die Grundschule Tengern, die gemeinsam den Schulverbund "Im Mühlengrund" bilden, verzeichnen gute Schülerzahlen. Archiv - © Foto: Heike von Schulz||
Schule mit Potenzial: Die Grundschule Büttendorf (Foto) und die Grundschule Tengern, die gemeinsam den Schulverbund "Im Mühlengrund" bilden, verzeichnen gute Schülerzahlen. Archiv | © Foto: Heike von Schulz||

Hüllhorst. Schulstruktur in Hüllhorst: Schüler sollen Mitspracherecht haben

Schulentwicklungsplanung: Vorschlag für Kommission zur Grundschulstruktur vorgestellt. Planungsbüro soll Handlungsempfehlung abgeben

Melissa Petring

Hüllhorst. An den Grundschulen in Hüllhorst zeichnete sich über Jahre ein Trend ab: Die Schülerzahl sank von 1995 bis 2017 um fast 40 Prozent. Mittlerweile habe sich die Zahl stabilisiert, sagte Peter Lücking, Fachbereichsleiter "Bürger", im Schulausschuss am Donnerstag. So seien durchschnittlich 120 Anmeldungen pro Jahr zu verzeichnen. Insbesondere für die Standorte Tengern und Büttendorf bestehe Potenzial. Dennoch soll die Grundschulstruktur geprüft werden. Fraglich ist, ob nach der Prüfung beispielsweise die Zusammenlegung einiger Grundschulen zu befürchten ist. Die stellvertretende Vorsitzende des Schulausschusses, Marie-Luise Rahe (SPD), wollte sich auf NW-Anfrage nicht dazu äußern. "Wir wollen erst einmal die Ergebnisse abwarten. Was dabei herauskommt, ist nicht absehbar. Wie sich Strukturen verändern werden, wird sich zukünftig zeigen." Die Ergebnisse soll ein Schulentwicklungsplan liefern. Im Juli beschloss der Rat der Gemeinde die Gründung einer Kommission zur Grundschulstruktur. Die Verwaltung legte jetzt einen Vorschlag zur Besetzung vor. "Es soll transparent zugehen", hieß es von Lücking. Neben Vertretern der Verwaltung sollen Mitglieder des Ältestenrates, die Schulleitungen, Vorsitzende der Schulpflegschaft sowie Vertreter des Offenen Ganztages, der Kindertageseinrichtungen, Elternbeiräte, Kirchengemeinden, Ortsvorsteher als Repräsentanten der Dorfgemeinschaften und Vereine in der Kommission vertreten sein. "Vermisse die Beteiligung der Grundschüler" Frank Picker (SPD) schlug vor, zusätzlich "zwei Schülervertreter aus den mittleren Jahrgängen der Gesamtschule zu berücksichtigen. Außerdem vermisse ich die Beteiligung der Grundschüler. Wie können sie in den Prozess mit einbezogen werden?" Dietlind Scheding (CDU) unterstützte das erste Anliegen, "allerdings halte ich Vertreter aus der Oberstufe für sinnvoller." Marina Butschkat-Nienaber, Schulleiterin der Gesamtschule Hüllhorst, begegnete dem Vorschlag mit Skepsis. "Das ist nicht interessant für die Schüler, es ist nicht ihr Bereich. Wenn die Planung fortgeschritten ist, dann könnte man sie vielleicht einbeziehen." Picker widersprach, ihm gehe es vor allem darum, erst einmal die Möglichkeit zu eröffnen, Schüler zu beteiligen. "Wenn ihrerseits kein Interesse besteht, ist das auch okay", ergänzte er. Letztendlich wurde die Besetzung um zwei Schülervertreter ergänzt. Außerdem wurden die Mitglieder des Schulausschusses hinzugefügt. Für die erweiterte Schulentwicklungsplanung stellten drei Fachbüros ihre Vorgehensweise vor. Zunächst sollen Grundlagen analysiert werden: Wie entwickeln sich Schülerzahlen und Demografie in den nächsten Jahren? Wie sehen die Räumlichkeiten aus? Welche Wünsche haben die Schulleiter? Die Themen Inklusion und Ganztag werden ebenfalls berücksichtigt. Auf dieser Basis erstellt das beauftragte Büro eine Handlungsempfehlung. Erste Ergebnisse werden für Sommer 2019 erwartet. Danach werden weiterführende Überlegungen anstellt. Welches Büro den Zuschlag erhält, wollte der Ausschuss nicht mitteilen. "Aber es gibt einen Favoriten", so Rahe.

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