Die Stadt rechnet mit mehr Flüchtlingen aus der Ukraine und hat dafür eine Turnhalle zur Notunterkunft umfunktioniert. - © picture alliance/dpa
Die Stadt rechnet mit mehr Flüchtlingen aus der Ukraine und hat dafür eine Turnhalle zur Notunterkunft umfunktioniert. | © picture alliance/dpa

NW Plus Logo Bad Oeynhausen Turnhalle wird zur Notunterkunft für Flüchtlinge

Die Stadt verzichtet im Gegenzug vorerst auf das alte THW-Gebäude auf der Lohe. Noch gibt es keine Landeszuweisungen, aber bereits 494 ukrainische Flüchtlinge.

Nicole Sielermann

Bad Oeynhausen. Jetzt muss doch die Turnhalle her. Dass, was Bürgermeister Lars Bökenkröger eigentlich als allerletzten Schritt gedacht hatte, wird nun eher Realität. Zugewiesene ukrainische Flüchtlinge werden in einer Sporthalle schlafen müssen. Dafür wird derzeit die alte Turnhalle in Wulferdingsen als Notunterkunft vorbereitet.

Mit Plätzen auf dem Wittekindshof hat die Stadt dann rund 300 Plätze in Notunterkünften zur Verfügung. Im Gegenzug wird vorerst auf das ehemalige THW-Gebäude auf der Lohe als Unterkunft verzichtet. Der Aufwand wäre laut Stadt zu groß. Noch aber gibt es keine Zuweisungen durch das Land NRW - trotzdem sind bereits 494 Ukrainerinnen und Ukrainer in Bad Oeynhausen registriert. "Es wird sicherlich auch eine gewisse Zahl an nicht-registrierten Ukrainern geben, denn für sie alle gilt 90 Tage Visafreiheit", vermutet Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich.

Die Flüchtlinge aus der Ukraine, die bisher in der Kurstadt angekommen sind, sind alle über private Kontakte hierhergekommen und größtenteils auch privat untergebracht. Lediglich 23 von ihnen wohnen derzeit in städtischen Unterkünften. "Derzeit haben wir noch 46 freie Plätze", vermeldet Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich auf Nachfrage der NW. Die meisten davon in der Britensiedlung. Belegt ist inzwischen auch das Pfarrhaus in Bergkirchen. Wie berichtet, stand das Haus nach dem Ruhestand des Pfarrers leer und wurde durch das Presbyterium als Unterkunft angeboten und vorbereitet. "Bad Oeynhausen hat derzeit eine Erfüllungsquote bei der Flüchtlingsaufnahme von 118 Prozent", so Müller-Ulrich. Weshalb momentan nicht von massiven Landeszuweisungen ausgegangen wird. "Aber irgendwann werden die kommen. Und dann sind wir vorbereitet."

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