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Engagieren sich für den Sportpark im Siel: Ulrich Kreft (v.l.), Thorsten Schröder, Sebasdtian Dietz, Peter Ledgemann, Stephan Kownatzki, Frank Michna, Hening Bökamp und René Müller. - © Heidi Froreich
Engagieren sich für den Sportpark im Siel: Ulrich Kreft (v.l.), Thorsten Schröder, Sebasdtian Dietz, Peter Ledgemann, Stephan Kownatzki, Frank Michna, Hening Bökamp und René Müller. | © Heidi Froreich

Bad Oeynhausen Große Zustimmung für Sportpark im Siel in Bad Oeynhausen

Rund 80 Bürger informieren sich über Konzept zur besseren Nutzung des Sielparks. Sie hoffen, dass Politik und Verwaltung die Initatiative der FDP unterstützen.

Heidi Froreich
13.09.2019 | Stand 12.09.2019, 19:56 Uhr

Bad Oeynhausen. Die Auftaktveranstaltung stimmt Henning Bökamp zuversichtlich. Etwa 80 Bürger informierten sich in der Wandelhalle über das von dem Architekten im Auftrag der FDP erarbeitete Konzept für einen Sportpark im Siel. Das waren deutlich mehr als erwartet. Sie äußerten grundsätzliche Zustimmung und forderten die Ideengeber auf, in Politik und Verwaltung Unterstützung zu suchen. "Wir müssen Druck machen", forderte ein Zuhörer und wurde dafür mit Beifall der übrigen Teilnehmer belohnt. "Der Siel ist das Stiefkind unter unseren Parkanlagen", erklärte FDP-Vorsitzender Ulrich Kreft zu Beginn der knapp zweistündigen Veranstaltung. Dabei habe die Grünanlage großes Potential. "Der Park kann zu einem zentralen Sport- und Freizeitbereich für alle Bürger werden",hat sein Vorstandskollege Henning Bökamp erkannt. Und in 220 Stunden ehrenamtlicher Arbeit ein Konzept entwickelt, das er mit Blick auf die umfangreiche Berichterstattung von nw.de am vergangenen Freitag in Kurzfassung präsentierte. Vorgesehen sind unter anderem ein zentrales Vereinsheim mit Duschen und Umkleiden im leerstehenden Staatsbad-Gebäude am Gradierwerk, ein Platz für Boccia, Feder- und Faustball, Laufstrecken, Fitnessgeräte und ein Beach-Bereich an der Werre. "Wir wollen den Bestand nutzen und aufwerten, also Gestrüpp entfernen, aber Bäume erhalten", erklärte er. Wer sorgt für Sauberkeit und Sicherheit? Als "ausgewogenes Konzept" lobte Peter Ledgemann, Betreiber von mehreren Sportstudios, den Entwurf. "Sport verbindet, integriert und hält fit", ergänzte René Müller, ehemaliger Profi-Fußballer. Er lebt jetzt in Bad Oeynhausen und freut sich über alles,"was uns Bürgern nutzt". Sebastian Dietz, zweifacher Paralympicssieger, sieht Bad Oeynhausen als Leistungssportler bei den Sportstätten gut aufgestellt, hält aber ein zusätzliches Angebot für Breitensportler für wünschenswert und sinnvoll. Ähnlich sahen das auch zahlreiche Teilnehmer im Publikum. Zusätzliche Vorschläge für den Sportpark machten sie nicht, wollten allerdings wissen, wie Sauberkeit, Sicherheit und Instandhaltung gewährleistet werden können. Manfred Kreylos, ehemaliges SPD-Ratsmitglied und viele Jahre leitender Mitarbeiter der Kurverwaltung, verwies auf das Beachvolleyballfeld und den Therapieparcours in der Schweiz: "Für diese öffentlichen Sportangebote hat sich keiner richtig verantwortlich gefühlt und deshalb sind sie verwildert". Bürgermeister hat Gespräch versprochen Henning Bökamp hofft, dass Vereine den Sportpark nicht nur nutzen, sondern auch zumindest in Teilbereichen eigene Verantwortung übernehmen. "Wer sich engagiert, geht auch respektvoll mit so einer Anlage um". René Müller will nicht nur auf den Gemeinschaftssinn vertrauen. Er rät: "Zuständigkeit, Verantwortlichkeit, Verbindlichkeit- alles muss vorher geklärt sein". "Wie wird aus dem Konzept ein Projekt?" wollte ein Zuhörer wissen. "Nächstes Jahr ist Kommunalwahl, da können wir Bürger unsere Macht ausüben", empfahl ein anderer. Vertreter von Stadt, Stadtwerken und Staatsbad GmbH waren in der Wandelhalle nicht vertreten. "Der Bürgermeister hat ein Gespräch versprochen", erklärt Henning Bökamp. Dann will er weitere Überzeugungsarbeit leisten.

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