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Vor dem Heimathaus: Franziska Fenske (v. l.), Eveline Taut und Friederike Brockmann mit der Eintrittskarte. - © Foto: Nicole Sielermann
Vor dem Heimathaus: Franziska Fenske (v. l.), Eveline Taut und Friederike Brockmann mit der Eintrittskarte. | © Foto: Nicole Sielermann

Bad Oeynhausen Mordstour mit Schluck und Stulle

Heimatverein Rehme und NW laden ein: Carla Berling liest am 17. Mai an den Originalschauplätzen ihres Krimis „Königstöchter“

Nicole Sielermann
25.03.2018 | Stand 23.03.2018, 17:41 Uhr

Bad Oeynhausen. Der Braken ist Pflicht. Die Schmalzbrote auch. Schließlich soll es authentisch sein, wenn Carla Berling unter dem Motto „Mordstour mit Schluck und Stulle" an Originalschauplätzen in Rehme liest. Der Heimatverein Rehme und die NW laden am Donnerstag, 17. Mai, ab 19 Uhr zur Krimilesung ein. Moderiert wird der Abend, der im Rehmer Heimathaus beginnt und endet, von NW-Redaktionsleiter Thorsten Gödecker. Die Idee für einen solchen Abend kam von Carla Berling selbst. Als Peggy Wehmeier ist sie in Rehme aufgewachsen und hat viele Jahre in der Kurstadt gelebt. Ein Grund dafür, dass ihre Krimis um Reporterin Ira Wittekind auch in Rehme und Bad Oeynhausen spielen. Mit „Königstöchter" erscheint nun ein weiterer Band im Heyne-Verlag. Ein Buch, in dem das Böse einen Namen hat: Morgenstern. Mitten in der beschaulichen Provinz kommt eine alte Dame auf grausame Weise ums Leben. Schnell findet Reporterin Ira Wittekind heraus, dass ihr Schicksal eng verknüpft war mit drei anderen Bewohnerinnen der Seniorenstiftung Morgenstern. Als Ira sie befragen will, benehmen sich alle drei äußerst merkwürdig. Sie scheinen ein Geheimnis seit Jahren zu hüten. Ira wühlt in der Vergangenheit und deckt Stück für Stück eine lang zurückliegende Tragödie auf, die bis heute nachwirkt. Dann passiert ein zweiter Mord. Und schließlich ein dritter. „Es ist natürlich schon ein kleiner Traum, der mit dieser Lesung in Rehme in Erfüllung geht", gibt Carla Berling zu. Als sie im vergangenen Jahr zu einer solchen Krimiabendtour mit ihrem Buch in Norddeutschland unterwegs war, kam bei ihr die Frage auf, warum das nicht in ihrer Heimatstadt organisiert werden kann. „Immerhin spielen die Bücher in Rehme." Der Heimatverein Rehme, allen voran Eveline Taut und Bernd Brockmann, und Berlings alter Arbeitgeber, die NW, machen deshalb nun die sogenannte „Mordstour" mit Lesestationen an Originalschauplätzen möglich. „Mein Traum ist, das wir blitzschnell ausverkauft sind", sagt Berling lachend. „Endlich lese ich in Rehme, und dann auch noch an den Orten, an denen ich aufgewachsen bin. Wir haben bis Mitte der 70er-Jahre in der Eschentorstraße 7 gewohnt. Viele dieser Erinnerungen habe ich Ira Wittekind in den Romanen zugeschrieben, es ist immer wieder herrlich, darin zu schwelgen." Sie hofft, dass bei dieser Krimi-Tour viel von dem Charme vermittelt werden kann, den Rehme sich im Ortskern bewahrt hat. Start und Ende sind im Rehmer Heimathaus, dort gibt es auch das Schmalzbrot-Büffet und den Originall Rehmer Braken – in den Büchern von Carla Berling übrigens das Kultgetränk von den beiden alten Tanten Friedchen und Sophie. Außerdem bietet die Buchhandlung Scherer am Leseabend einen Büchertisch an. ´ Die Karten für die Veranstaltung sind zum Preis von 15 Euro (inklusive Schluck und Stulle) ab dem 3. April bei der NW , in der Buchhandlung Scherer und in der Alten Apotheke in Rehme bei Ulrike Hantelmann erhältlich.

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