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Neuling in der Produktion der Firma Moosmed: Wolfgang Priemer zeigt die verpackte Bad Oeynhausener Milchseife. Im Hintergrund lagern farbige Seifenstücke aus unterschiedlichen Zutaten, bevor sie für den Verkauf verpackt werden. - © Foto: Elke Niedringhaus-Haasper
Neuling in der Produktion der Firma Moosmed: Wolfgang Priemer zeigt die verpackte Bad Oeynhausener Milchseife. Im Hintergrund lagern farbige Seifenstücke aus unterschiedlichen Zutaten, bevor sie für den Verkauf verpackt werden. | © Foto: Elke Niedringhaus-Haasper

Bad Oeynhausen/Bünde Der Duft der Kurstadt steckt in neuer Hautmilchseife

Die Seife aus Bad Oeynhausen, die hier hergestellt und verpackt wird, soll den Kleopatra-Effekt haben. 2.000 Stück gibt es bereits

Elke Niedringhaus-Haasper
12.04.2017 | Stand 12.04.2017, 11:15 Uhr

Bad Oeynhausen/Bünde. Wie duftet Bad Oeynhausen? Wer an den vier Löchern in der Verpackung des rechteckigen Seifenstücks schnuppert, die in diesen Wochen auf den weltweiten Markt kommt, braucht den richtigen Riecher, um die Zusammensetzung zu erkennen. Denn das Bouquet aus Oliven, Kokos und Rizinus ist eine ungewöhnliche Duftkombination, die sich den meisten Testern nicht mit dem ersten Atemzug erschließt.

Den Bünder Unternehmer Wolfgang Priemer erinnert diese geheimnisvolle Duftmischung an den Kurort Bad Oeynhausen. Die aus natürlichen Rohstoffen gesiedete wasserfreie Hautmilchseife trägt nicht nur die Stadt im Namen, sondern wird hier auch hergestellt und von hier versendet.

Ein unauffälliges Haus an der Raiffeisenstraße im Ortsteil Volmerdingsen: Hier hat die Firma Moosmed ihren Hauptsitz. Seit 14 Jahren produziert Seifensieder Ahmet Akbulut in Bad Oeynhausen Naturkosmetik, mit der er den weltweiten Markt beliefert. Jedes einzelne seiner handgemachten Seifenstücke, die hier kreiert, gesiedet, geschnitten und gestempelt werden, besteht aus natürlichen Rohstoffen und ist ein Unikat.

Auftraggeber der Seife kommt aus Bünde

Schon die Namen, auf die Ahmet Akbulut seine rechteckigen Seifen getauft hat, sind eine Besonderheit: „Jungbrunnen" etwa für die heilenden, straffenden und glättenden Kräfte des enthaltenen Traubenöls. Oder „Gut zu Fuss" für die aus mineralhaltiger vulkanischer Tonerde gefertigte Seife speziell für die Füße. Aber auch „Brennnesselseife", für die Wirkstoffe des Heilkrautes, die angewendet wie ein Shampoo dem Haarausfall entgegenwirken sollen.

Zurzeit produziert Ahmet Akbulut die Bad Oeynhausener Hautmilchseife. 2.000 Stück davon sind bereits fertig und für den weltweiten Markt verpackt. Sein Auftraggeber, der Unternehmer Wolfgang Priemer aus Bünde, hat einen patentierten Rohstoff entwickelt, der die Schlüsselkomponente für die Seife ist: „20 Aminosäuren, viele Peptide und die patentierte Biofermentation machen das Besondere der Hautmilchseife aus", sagt der Geschäftsführer der Firma Biogon.

Zehn Jahre hat sich der Bünder unterstützt von der Universität in Hohenheim und verschiedenen Apothekern mit dem Verfahren einer speziellen Eiweißfermentierung beschäftigt, bevor die Bad Oeynhausener Hautmilchseife produziert werden konnte.

"Passende Seife für den Gesundheitsstandort"

Der Kureffekt der mit besonderer Milde hergestellten Seife und ihr Naturduft brachten Wolfgang Priemer auf die Idee, sie auf den Namen der Kurstadt zu taufen: „Das ist die passende Seife für den Gesundheitsstandort", sagt der Unternehmer.

Denn: „Die Rückfettung durch die Öle von Oliven, Rizinus und Kokos macht das Eincremen nach dem Waschen überflüssig. So bleibt der Schutzmantel der Haut erhalten", verspricht Robert Finke, der bei dem Unternehmen Biogon für das Marketing zuständig ist und über die Bad Oeynhausener Seife sagt: „Wie bei der Eselsmilch haben wir es hier mit einem Kleopatra-Effekt zu tun."

In Kürze soll der Vertrieb der Bad Oeynhausener Milchseife anlaufen. Dann wird sie sowohl über den Internethandel weltweit als auch in hiesigen Apotheken erhältlich sein.

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