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Josephin, Leliah und Tilda (v. l., vorn) aus der 2b vor ihrem Start zum 50-Meter-Lauf. Gute Ergebnisse werden auch für das Sportabzeichen gewertet. - © Knut Dinter
Josephin, Leliah und Tilda (v. l., vorn) aus der 2b vor ihrem Start zum 50-Meter-Lauf. Gute Ergebnisse werden auch für das Sportabzeichen gewertet. | © Knut Dinter

Leopoldshöhe Leistungsstarke Nachwuchsathleten

Mit Bundesjugendspielen weihen die zweiten, dritten und vierten Klassen der Leopoldshöher Grundschule Nord den renovierten Sportplatz ein.

Knut Dinter
15.06.2022 , 12:22 Uhr

Leopoldshöhe. Am gestrigen Dienstag blieben in der Grundschule Nord in Leopoldshöhe die Klassenräume leer. Statt Mathe und Deutsch stand Sport auf dem Plan. Erstmals durften die Schülerinnen und Schüler den frisch renovierten Sportplatz nutzen.

Die Morgensonne ließ die karminroten Laufbahnen und den dunkelgrünen Kunstrasen leuchten, als die 280 Kinder das Stadion betraten. „Das ist heute eine echte Premiere“, meinte Lehrerin Kathrin Barnowski. „Deshalb haben wir auch die Auflage erhalten, besonders pfleglich mit dem Belag umzugehen.“

Doch die Schüler der zweiten bis vierten Klassen hatten ohnehin anderes im Sinn. Vielmehr freuten sie sich schon – nach zweijähriger Corona-Pause – auf den Wettbewerb mit Laufen, Werfen und Weitspringen.

„Aber unsere Schüler sind auch sonst sehr sportlich“, sagte Lehrerin Barnowski. Von Bewegungsmangel könne keine Rede sein. Die meisten von ihnen spielen im Verein Fußball, trainieren Karate oder Schwimmen, gehen reiten und voltigieren oder sind erfolgreich mit dem BMX-Rad. Darüber hinaus fördere die Grundschule Nord gezielt die Freude an der Bewegung. Vor Ostern zum Beispiel war ein Tag dem Programm „Fit for future“ mit Seilspringen und Ernährungstipps gewidmet.

Die Anforderungen für das Sportabzeichen seien durchaus anspruchsvoll, erklärte Kathrin Barnowski. „Es geht schon darum, Leistung zu zeigen“, sagte sie. Deshalb begann der Tag gelenkschonend mit einem gemeinsamen Aufwärmprogramm. Musikalisch begleitet von aktuellen Hits, machte Lehrerin Lena Burmeister ein paar Dehn- und Streckübungen vor. Die Schülerinnen Melissa und Larissa unterstützten sie dabei.

Dann verteilten sich die Klassen auf die verschiedenen Stationen. „Los, Gas geben, durchsprinten“, rief Lehrerin Christine Sörensen den Zweitklässlern beim 50-Meter-Lauf zu. Schon in der Vorbereitung habe sie doch den Mädchen und Jungen eingeschärft, nicht schon vor dem Ziel abzustoppen.

Drei Versuche gab es beim Werfen. Und es zeigte sich, dass es gar nicht so einfach ist, eine 80 Gramm schwere Kugel mehr als zehn Meter weit zu befördern. Beim Weitsprung kam es vor allem darauf an, die weiße Linie nicht zu betreten.

15 Eltern waren hinzugekommen, denn ihre Mithilfe machte den Sporttag erst möglich. Mit Stoppuhr oder Maßband standen sie am Rand der Bahnen bereit, um die Zeiten und Weiten festzuhalten. Am Nachmittag dann waren die Lehrkräfte damit beschäftigt, die Punkte zusammenrechnen. Bei der Schülerin Elisa löste dies wahre Glücksgefühle aus: „Hurra, deshalb gibt es heute keine Hausaufgaben.“

Während die Älteren um Punkte für die Siegerurkunden kämpften, empfingen die Erstklässler die künftigen neuen Schüler zu einem Schnuppertag mit Spiel und Spaß.

Allein Jonas aus der 3. Klasse musste das sportliche Treiben vom Rand aus beobachten. Er hatte sich den Fuß gebrochen.

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