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Hochfahren war zwar nicht erlaubt, aber Jörg Kluckow ließ Marie, Pauline und Jonas gern mal in den Korb der Drehleiter klettern. - © din
Hochfahren war zwar nicht erlaubt, aber Jörg Kluckow ließ Marie, Pauline und Jonas gern mal in den Korb der Drehleiter klettern. | © din

Leopoldshöhe Drehleiter war die Attraktion

Beim Besuch der Feuerwache erfuhren die Viertklässler der Grundschule Nord viel über die technische Ausstattung und den Alltag der Rettungskräfte.

Knut Dinter
09.06.2022 , 08:22 Uhr

Leopoldshöhe. Feuerwehrleute stehen bei Kindern hoch im Kurs. Doch wie sieht der Alltag der Rettungskräfte aus? Im Unterricht erfuhren die Viertklässler der Gesamtschule jetzt über das richtige Verhalten im Notfall und die Aufgaben der Wehr. Bei der Feuerwache an der Schuckenteichstraße konnten die Schülerinnen und Schüler aus der 4c und 4d zusätzlich das Innenleben der roten Einsatzfahrzeuge kennenlernen.

„Puh, ist die schwer!“, meinte Lara, als sie die Rettungsschere in die Hand nehmen sollte. Das hydraulisch betriebene Werkzeug wiegt 14 Kilogramm und wird hauptsächlich bei Verkehrsunfällen verwendet. „Damit nehmen wir das Dach vom Auto ab, wenn sich noch eingeklemmte Personen im Wagen befinden“, sagte Tim Schneidermann von der Feuerwehr. Auch die Kettensäge, die Hosen mit eingearbeitetem Schnittschutz und die Hämmer zog er aus den zahlreichen Fächern des Multifunktionsfahrzeugs hervor. „Das ist hier fast wie im Baumarkt“, meinte Schneidermann.

Doch der Bestand an Hilfsmitteln geht weit darüber hinaus. So werden im Einsatzfahrzeug auch ein Spreizgerät, ein aufblasbares Kissen zur Befreiung von eingeklemmten Personen und vieles mehr mitgeführt.

An einem weiteren Fahrzeug führte Tobis Beck das Atemschutzgerät vor. „Zusammen mit der speziellen Kleidung wiegt die Ausrüstung 30 Kilogramm“, sagte er. „Die Atemluft reicht für eine halbe Stunde in verrauchten Räumen, dann müssen wir abgelöst werden.“ Probeweise setzte Laura eine Pressluftflasche auf, um festzustellen wie schwer der Einsatz für die Feuerwehrleute ist.

Die Feuerwehr sucht jugendlichen Nachwuchs

Für Lasse, Aylin und die anderen Viertklässler war der Wagen mit der Drehleiter eindeutig am interessantesten. „Die Leiter kann bis zur 18 Meter hoch ausgefahren werden, das reicht bis zur Kirchturmuhr“, erläuterte Jörg Kluckow. Mit dem Korb durften die Schüler zwar nicht in die Höhe, aber der Feuerwehrmann machte ihnen einen Vorschlag. „Jeden Montag habt ihr die Gelegenheit, ab 18 Uhr trifft sich die Jugendfeuerwehr“, sagte er.

Denn insgeheim hofft die Wehr, dauerhaftes Interesse zu wecken und Nachwuchs zu erhalten. „In der Corona-Zeit haben wir einige Jugendliche verloren“, sagte Detlev Schewe. Wehrführer Harald Schubert wies darauf hin, dass die Freiwillige Feuerwehr Leopoldshöhe schon seit 20 Jahren in Schulen und Kindergärten Brandschutzerziehung betreibt. Das Thema sei wichtig und spannend zugleich, meinte Klassenlehrerin Katharina Vogt. „Die Kinder lernen sehr viel, stellen viele Fragen und sind sehr konzentriert dabei.“

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