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In einem Waldstück zwischen Archäologischem Freilichtmuseum und Segelflugplatz Oerlinghausen ist am Montagmittag ein Segelflugzeug abgestürzt. - © Andreas Eickhoff
In einem Waldstück zwischen Archäologischem Freilichtmuseum und Segelflugplatz Oerlinghausen ist am Montagmittag ein Segelflugzeug abgestürzt. | © Andreas Eickhoff

Oerlinghausen Mindener Pilot bei Absturz eines Segelflugzeugs in Oerlinghausen gestorben

Die Unfallursache ist noch unklar. Die Bergungsarbeiten zwischen Freilichtmuseum und Freibad dauerten noch bis zum Abend an. Die Identität des Opfers steht fest.

Andreas Eickhoff
11.04.2022 | Stand 12.04.2022, 12:12 Uhr

Oerlinghausen. Bei dem Absturz eines Segelflugzeuges in Oerlinghausen ist am Montag gegen 13 Uhr der Pilot ums Leben gekommen. Im Bereich Triftweg zerschellte das Flugzeug an einem Baum am Rande des Barkhauser Bergs unweit der Wohnbebauung.

Offenbar war der Segelflieger etwa zweieinhalb Kilometer nördlich vom Landeplatz des beliebten Segelflugplatzes am Stukenbrocker Weg entfernt, als es zu dem tragischen Unglück kam. „Der Pilot saß alleine in dem Fluggerät“, teilte Lippes Polizei-Pressesprecherin Laura Merks an der Unglücksstelle mit. Das Flugzeug zerbrach in mehrere Teile. Teile eines Flügels landeten auf Absperrbaken am Eingang zu dem Waldstück, wo die Wanderwege gerne genutzt werden.

Mittlerweile ist auch klar, wer der Pilot war. Laut Polizei handelt es sich um einen 54-jährigen Mann aus Minden. Zunächst hatten sich die Ermittler nicht zur Identität des Toten geäußert.

Polizeibeamte sperrten das Gebiet nahe dem Freibad weiträumig ab. „Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Todesursache und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung die zur Unglücksursache aufgenommen“, teilte Laura Merks weiter mit. Der Pilot hatte vermutlich das sonnige Wetter am Montagmittag nutzen wollen, um mit dem Segelflugzeug die schöne Landschaft rund um Oerlinghausen aus der Luft zu genießen. Von dem Unfall selber hatten offenbar nur die wenigsten in der Bergstadt etwas mitbekommen, umso mehr waren sie überrascht, als zahlreiche Einsatzfahrzeuge zu der Absturzstelle eilten.

Den Angaben zufolge war einer der zahlreichen Notrufe bei Polizei und Feuerwehr vom Flugplatz aus abgesetzt worden. „Ich habe nur ein lautes Krachen gehört“, berichtete eine Fußgängerin auf einem Parkplatz unweit der Absturzstelle. Sie führte ihre beiden Hunde Gassi und sagte, dass Segelflieger hier öfter über dem Gebiet ihre Kreise ziehen.

Die Staatsanwaltschaft Detmold ordnete eine Beschlagnahme des Leichnams sowie eine Obduktion zur Klärung der Todesursache an. Die Bergungsarbeiten dauerten bis in die Abendstunden an. Erst im August vergangenen Jahres war ein Segelflieger in Oerlinghausen abgestürzt. Der 74-jährige Pilot starb damals ebenfalls. Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig leitete Ermittlungen ein. Zum Stand wollte sich ein BFU-Sprecher am Dienstag nicht äußern.

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