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Polizeiaktion: Ein Sprecher bestätigte, dass es diese am Mittwochabend im Kreis Höxter aufgrund des dringenden Tatverdachts der Kindesmisshandlung gegeben hat. - © Andreas Frücht
Polizeiaktion: Ein Sprecher bestätigte, dass es diese am Mittwochabend im Kreis Höxter aufgrund des dringenden Tatverdachts der Kindesmisshandlung gegeben hat. | © Andreas Frücht

Kreis Höxter Verdacht auf Kindesmisshandlung: Eltern vorläufig festgenommen

Verschiedene Beweismittel sind bei der Wohnungsdurchsuchung beschlagnahmt worden, darunter auch Datenträger

Simone Flörke
21.02.2019 | Stand 21.02.2019, 19:29 Uhr

Kreis Höxter. Wegen des Tatverdachts der Misshandlung Schutzbefohlener ist die Polizei des Kreises Höxter am Mittwoch eingeschritten. "Zum Schutz der Kinder und zur Aufklärung möglicher Straftaten" - so heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Kreispolizei und Staatsanwaltschaft - wurden gegen 18.40 Uhr die Eltern einer sechsköpfigen Familie im Kreis Höxter vorläufig festgenommen. Unbestätigten Angaben zufolge soll es sich um das Stadtgebiet Willebadessen handeln. Zwei Kinder (drei und 13 Jahre alt) wurden nach Angaben von Polizeisprecher Jörg Niggemann in die Obhut des Jugendamtes des Kreises Höxter übergeben. Zwei weitere Kinder befanden sich bereits in Jugendhilfeeinrichtungen und lebten nicht mehr bei der Familie. Bei der Kreispolizeibehörde Höxter war eine Anzeige mit konkreten Hinweisen zu Misshandlungen Schutzbefohlener eingegangen. Es habe außerdem Hinweise hinsichtlich des sexuellen Missbrauchs von Kindern in Zusammenhang mit dem Internet gegeben, die im Rahmen der weiteren Ermittlungen geprüft werden, so Niggemann weiter. Eltern nach der Vernehmung wieder entlassen "Verschiedene Beweismittel wurden bei der Wohnungsdurchsuchung beschlagnahmt, darunter auch Datenträger, die nun sorgfältig ausgewertet werden." Hinweise, dass die vermuteten Taten in Zusammenhang mit den Vorfällen auf dem Campingplatz Lügde ständen, gebe es aber nicht. Den hiesigen Behörden seien die Vorgänge durch den kürzlichen Zuzug der Familie aus einem anderen Bundesland in den Kreis Höxter bekanntgeworden. Daraufhin habe die Kreispolizeibehörde Höxter unverzüglich reagiert und sei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft, dem Jugendamt und weiterer Behörden "konsequent eingeschritten", so der Sprecher. Die Eltern wurden nach ihren Vernehmungen zunächst entlassen. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen würden in engem Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Paderborn und anderen zuständigen Polizeibehörden erfolgen.

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