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Umgekippt: Der Lkw blockierte stundenlang die Fahrbahn in Richtung Dortmund.  - © Hessennews tv
Umgekippt: Der Lkw blockierte stundenlang die Fahrbahn in Richtung Dortmund.  | © Hessennews tv

Warburg Lkw-Unfall auf A 44: Autobahn in Richtung Dortmund stundenlang gesperrt

Der Alleinunfall ereignete sich etwa vier Kilometer hinter der Anschlussstelle Zierenberg

David Schellenberg
10.09.2019 | Stand 11.09.2019, 08:10 Uhr

Warburg/Breuna. Ein schwerer Lkw-Unfall auf der Autobahn 44 bei Breuna sorgte Dienstag für eine stundenlange Sperrung und erhebliche Staus. Zudem zog die Polizei Gaffer aus dem Verkehr und bat sie zur Kasse. Gegen 8.10 Uhr kam ein 50-jähriger Fahrer mit seinem Sattelzug, der in Richtung Dortmund unterwegs war, aus bislang noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und krachte in die Leitplanke. Der Versuch gegenzulenken scheiterte: Der Lkw kippte um und blieb auf der Fahrbahn liegen. Der Fahrer wurde nach Angaben der Polizei glücklicherweise nur leicht verletzt, kam aber zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus. Der Auflieger, der große Kunststoffrohre geladen hatte, musste aufwendig geborgen werden. So musste ein Spezialunternehmen zunächst einzeln die Kunststoffrohre entladen, bevor das schwer beschädigte Fahrzeug wieder aufgerichtet werden konnte. Gegen 14.30 Uhr freie Fahrbahn Erst gegen 14.30 Uhr war die Fahrbahn wieder frei – den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 40.000 Euro. Viele Auto- und Lkw-Fahrer versuchten, die kilometerlangen Staus zu umfahren – allerdings waren auch die Umleitungsstrecken am Ende völlig überlastet. Bemerkenswert bei diesem Unfall ist jedoch auch eine Reaktion der Polizei: Mehrere Autofahrer, die auf der Gegenseite in Richtung Kassel unterwegs waren, meinten, den Unfall fotografieren und mit dem Handy filmen zu müssen. Dabei haben sie laut Polizei offenbar sogar angehalten und den Verkehr blockiert. Mehrere dieser Gaffer zog die Polizei im Anschluss aus dem Verkehr – sie erwartet jetzt mindestens ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro und ein Punkt in Flensburg.

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