Helmern Ein Ort würdigt die Kunst von Raphael Strauch

Geschichtspflege: Wisa von Westphalen ist als Künstlerin renommiert. Zeitlebens hat sie in Helmern gelebt und gearbeitet. Zum 25. Todestag setzt ihr das Dorf ein Denkmal

Burkhard Battran

Helmern. Seit 20 Jahren lebt der aus Paderborn stammende Bildhauer Raphael Strauch in Helmern. Seine Kunst ist an vielen Stellen des Ortes präsent. Vor zehn Jahren hatte Strauch den Ort in einen großen Skulpturenpark verwandelt. "Ich sehe mich in Helmern aber auch in einer künstlerischen Tradition mit Wisa von Westphalen und darum habe ich angeregt, ihr ein Denkmal zu setzen und mit der Unterstützung des Ortsbeirates ist aus einem kleinen Impuls ein großes Projekt geworden", sagte Strauch. Im Beisein von rund 50 Teilnehmern ist am Freitagabend anlässlich des 25-jährigen Todesjahres der expressionistischen Malerin ein von Raphael Strauch geschaffenes Relief enthüllt worden. Strauch hat eine Collage aus sechs Originalwerken der Künstlerin als Relief in Epoxidharz gegossen. Für die ein Meter mal 1,30 Meter große Platte hat der begabte Handwerker und Ortsbeiratsmitglied Wolfgang Reiffer eine stabile und wetterbeständige Staffelei gezimmert, auf die die Collage fest montiert wurde. Fast in Sichtweite zur Gipsmühle Aufgestellt wurde das Kunstwerk an einem neu geschaffenen Platz an der Helmerte-Brücke in unmittelbarer Nähe des Rittergutes, wo Wisa von Westphalen aufgewachsen ist. "Wir sind hier beinah in Sichtweite zur Gipsmühle, wo sich das Atelier und der Lebensmittelpunkt von Wisa von Westphalen befand und an einem Knotenpunkt von drei viel frequentierten Radwegen", sagte Ortsbeiratssprecher Matthias Gockeln. Geplant ist, den Denkmalsplatz zu einem Rastplatz für Radtouristen zu machen mit gemütlicher Liegebank und Stromanschluss zum Akkuladen. "Da es sich bei dem Areal um eine so genannte Seperationsinteressentengesamtheit gehandelt hat, konnte sie unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden", sagte Bürgermeister Hans Hermann Bluhm. "Die Denkmalsenthüllung hat mich wirklich sehr berührt und ich freue mich, wie sehr in Helmern das künstlerische Andenken meiner Mutter gepflegt wird", sagte Raban Graf von Westphalen (72), ältester Sohn der Künstlerin, der auf Burg Großbodungen im thüringischen Landkreis Eichsfeld lebt. Erst kürzlich hatte Raban von Westphalen der Ortsgemeinschaft sieben Gemälde seiner Mutter überlassen, die jetzt den Dorfgemeinschaftsraum in der Alten Schule schmücken.

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