Steinheim Hagedorn ist Landesgolddorf

Minister Johannes Remmel gibt Entscheidung für Steinheimer Ortschaft bekannt / Weitere Silber- und Bronzeplaketten nach OWL

David Schellenberg

Steinheim. Das kleine Dörfchen Hagedorn (Kreis Höxter) ist Landesgolddorf des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Diese Entscheidung gab Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (Grüne) am Sonntagmittag bekannt. Die Steinheimer Ortschaft mit rund 100 Einwohnern ist das einzige Siegerdorf in Ostwestfalen-Lippe. Wie in den Jahren zuvor weckte der Wettbewerb großes Interesse bei den Dorfbewohnern. „Das Engagement und Begeisterung für den Dorfwettbewerb ist beeindruckend“, sagte Minister Remmel bei der Verkündung der Sieger-Kommunen. Insgesamt 853 Dörfer aus Nordrhein-Westfalen hatten sich beworben – gewinnen können aber nur 51. Die Bewertungskommission vergibt sieben Gold-, 26 Silber- und 18 Bronzemedaillen. Zusätzlich verleihen nordrhein-westfälische Verbände und Landesstiftungen 28 Sonderpreise für ökologische Maßnahmen, soziale und kulturelle Leistungen, unternehmerische Initiative, Inklusion und Migration oder besondere gestalterische DetailsWettbewerbe sei 1961 „Die Teilnahmezahlen der Dörfer in Nordrhein-Westfalen sind ein bundesweiter Spitzenwert. In keinem anderen Bundesland zeigen die Dörfer so viel Interesse an diesem Wettbewerb wie in NRW.“ Der Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat eine jahrzehntelange Tradition. Die ersten Wettbewerbe ab 1961 standen noch unter dem Namen „Unser Dorf soll schöner werden“ und hatten die Zielsetzung, die Lebensbedingungen in den Dörfern an städtische Maßstäbe anzugleichen. Heute ist der Wettbewerb, der alle drei Jahre stattfindet, ein Instrument der ländlichen Entwicklung und der Dorferneuerung. Ziel des Wettbewerbes ist, die vielfältigen Funktionen der Dörfer darzustellen, vorbildliche Beispiele zu Leistungen der Dorfbewohner zu präsentieren und Anreize für die weitere Entwicklung des ländlichen Raums zu geben. Eine Bewertungskommission unter Vorsitz von Annegret Dedden (Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen) wählte die Gewinner aus. Bewertet wurden die Konzeption und Umsetzung zur Verbesserung der Lebensqualität, Erhaltung des unverwechselbaren Dorf- und Landschaftscharakters, wirtschaftlichen Entwicklung und Sicherung vorhandener Arbeitsplätze. Weitere Kriterien waren der Erhalt der ortsbildprägenden Bausubstanz, die Siedlungsentwicklung, die Einbindung der Dörfer in die Landschaft sowie die Bau- und Grüngestaltung und der Biotop- und Artenschutz. Im November findet jeweils eine offizielle Abschlussveranstaltung in Westfalen-Lippe und im Rheinland statt. Dort werden den Gewinner-Kommunen Medaillen, Urkunden und Preisgelder überreicht. Die Sieger im Bundeswettbewerb werden im Sommer 2016 feststehen. Weitere Sieger Die weiteren sechs Goldgemeinden, die im nächsten Jahr für den Bundeswettbewerb der Dörfer qualifiziert sind: Achterhoek, Stadt Kevelaer (Kreis Kleve) Benroth, Gemeinde Nümbrecht (Oberbergischer Kreis) Hoetmar, Stadt Warendorf (Kreis Warendorf) Holzhausen, Gemeinde Burbach (Kreis Siegen-Wittgenstein) Loikum, Stadt Hamminkeln (Kreis Wesel) Ruppichteroth-Ort, Gemeinde Ruppichteroth (Rhein-Sieg Kreis)

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