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Aus der Sparkassen-Filiale in Lüchtringen wird künftig eine SB-Filiale. - © Moritz Räker
Aus der Sparkassen-Filiale in Lüchtringen wird künftig eine SB-Filiale. | © Moritz Räker

Nur noch Automaten Sparkasse schließt kleinste Filialen im Kreis Höxter

Mehr als 90 Prozent der Überweisungen würden mittlerweile online getätigt, erläutert die Sparkasse.

17.10.2022 | Stand 17.10.2022, 16:19 Uhr

Kreis Höxter. Zum 21. November 2022 wird die Sparkasse Höxter ihre vier kleinsten Filialen in Selbstbedienungsstandorte umwandeln, wie die Sparkasse in einem Presseschreiben mitteilt. Es handelt sich demzufolge um die Filialen in Scherfede, Stahle, Lüchtringen und Peckelsheim.

„Wichtig: An allen Standorten bleibt die bisherige SB-Ausstattung vorhanden“, heißt es in der Mitteilung weiter: „Dazu zählt jeweils ein Geldautomat mit Einzahlfunktion und ein Selbstbedienungsterminal, an dem beispielsweise Überweisungen erfasst, Daueraufträge geändert, Kontostände abgefragt oder Kontoauszüge ausgedruckt werden können.“ Darüber hinaus biete der Telefonservice der Sparkasse unter Tel. (0 52 72) 3 66 11 22 gerade auch älteren Kunden, die das Online-Angebot nicht nutzen wollten, montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr einen „bequemen Zugang zur Sparkasse“.

Die Kundinnen und Kunden der betroffenen Filialen seien vorab in einem persönlichen Schreiben über die bevorstehende Maßnahme und deren Hintergründe informiert worden. „Unsere Kunden nutzen heute mehr als zweihundertmal häufiger die Sparkassen-App als unsere stationären Filialen. Mehr als 70 Prozent der Girokonten sind inzwischen für das Online-Banking freigeschaltet – Tendenz steigend.

Die Nachteile kleiner Sparkassen-Filialen

Mit der Zunahme der Online-Transaktionen geht seit Jahren kontinuierlich der Rückgang der papiergebundenen Überweisungen einher. Die Onlinequote für Überweisungen liegt bei über 90 Prozent. Diese Entwicklungen wurden durch die Corona-Pandemie noch einmal deutlich beschleunigt. Dies hat zur Folge, dass unsere Filialen immer weniger für alltägliche Service-Aufgaben benötigt werden. Im Gegenzug steigen die Erwartungen der Kunden an qualitative Beratungsleistungen“, wird Jens Härtel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Höxter, zitiert.

Kunden wünschten eine persönliche und qualifizierte Beratung, wenn es um Themen wie Altersvorsorge, Geld- und Wertpapieranlage oder Kreditfinanzierung geht, schreibt die Sparkasse. Sie erwarteten eine gewisse Flexibilität bei Beratungszeiten, Fachkompetenzen und Entscheidungsbefugnissen. „Dies ist in kleineren Filialen kaum zu gewährleisten.“

Mit der Straffung des Geschäftsstellennetzes reagiert die Sparkasse auf das veränderte Kundenverhalten in „digitalen Zeiten“. „Die jetzt anstehenden Veränderungen versetzen uns in die Lage, in unseren Standorten verstärkt Spezialisten-Wissen vorzuhalten und so unsere Beratungsqualität weiter zu verbessern. Dazu bleiben die vertrauten Ansprechpartner den Kundinnen und Kunden erhalten. Sie werden zukünftig in den Geschäftsstellen in Höxter, Warburg und Willebadessen tätig sein“, erläutert Jens Härtel.

Auch in Zukunft sei die Sparkasse in jeder Kommune im Kreis Höxter mit einer Filiale vertreten, in der eine persönliche Beratung angeboten werde. „So ist sie weiterhin überall in der Region präsent und stellt eine flächendeckende Versorgung mit Bankdienstleistungen sicher“, heißt es abschließend.

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