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Auf acht Zentimeter genau: Radar-Archäologin Tanja Trausmuth scannt den Boden ab. - © Burkhard Battran
Auf acht Zentimeter genau: Radar-Archäologin Tanja Trausmuth scannt den Boden ab. | © Burkhard Battran

Höxter Wie ein Rasentraktor in Corveys Vergangenheit blickt

Gelände des ehemaligen Sägewerks am Corveyer Hafen wird untersucht. Statt mit Hacke und Schaufel zu graben, wird der Boden gescannt

Burkhard Battran
13.10.2019 | Stand 12.10.2019, 16:28 Uhr

Höxter. Ganz langsam fährt Radar-Archäologin Tanja Trausmuth mit ihrem Rasentrecker über das Gelände des ehemaligen Sägewerks hinterm Corveyer Hafen. Allerdings ist das kein Mähwerk, das sie vor sich herschiebt, sondern eine 100.000 Euro teure archäologische Spezialausrüstung. „Wir untersuchen dieses Areal mithilfe einer hochauflösenden Radarmessung", erklärt Joris Coolen von der LWL-Archäologie für Westfalen. Dabei werden Radarstrahlen ausgesandt, die von den Mauern im Boden reflektiert werden und so ein Bild von der historischen Stadt Corvey liefern sollen. Alle acht Zentimeter macht das System ein Radarbild. Auf diese Weise soll die ehemalige Corveyer Civitas rekonstruiert werden.

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