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Offizieller Spatenstich: Architekt Bernard Hardick (vorne l.) und Bürgermeister Alexander Fischer (vorne r.) schaufeln symbolisch Steine und Erde. - © Svenja Ludwig
Offizieller Spatenstich: Architekt Bernard Hardick (vorne l.) und Bürgermeister Alexander Fischer (vorne r.) schaufeln symbolisch Steine und Erde. | © Svenja Ludwig

Höxter Offizieller Startschuss für Hallenbad-Neubau in Höxter

Dass Zeitplan oder Kosten explodieren könnten, glauben die Verantwortlichen nicht. Ein kritisches Gewerk gibt es jedoch

Svenja Ludwig
02.07.2019 | Stand 02.07.2019, 19:22 Uhr

Höxter. Es ist der Anfang vom Ende einer schier unendlichen Geschichte: Das Hallenbad, auf das die Höxteraner nun seit Jahren warten, wird nun gebaut. Vor rund drei Wochen rollten die Bagger an und heben seitdem eine 4,50 Meter tiefe Grube an der Lütmarser Straße aus. Jetzt folgte der offizielle erste Spatenstich durch Bürgermeister Alexander Fischer und Bernard Hardick, Architekt von Hooper Architects. Zehn Jahre ist es her, dass die Höxteraner zuletzt in einem Hallenbad ihre Bahnen ziehen konnten. Seit Herbst 2016 ist auch das Freibad der Weserstadt geschlossen. Jetzt, verspricht der Rathauschef, seien aber beide Bäder "auf einem guten Weg". Das Freibad werde wohl Ende dieses Monats eröffnen, kündigte Fischer an: "Es liegt in den letzten Zügen." Und auch unweit des Schulzentrums, wo das Hallenbad entstehen wird, tut sich Einiges. "Jetzt wird es ernst auf der Baustelle", sagt Architekt Hardick. Bis voraussichtlich Oktober oder November 2019 werde dann vor allem betoniert. Darauf folgen Herz und Kreislauf des Bades: die Technik. Und beim Bau eines Schwimmbädern gibt es davon jede Menge, weiß Hardick, "größtenteils versteckt im Keller". Aber abgesehen von Kliniken sei nichts schwieriger zu bauen als Bäder. Der Neubau kostet zehn Millionen Euro Schon zu Beginn des kommenden Jahres rechnen die Verantwortlichen damit, Richtfest feiern zu können. Ende 2020 soll das Bad dann fertig sein - muss es auch. Einerseits wegen des Fördergelds. Andererseits "schulden wir es auch unseren Bürgerinnen und Bürgern", so Fischer. Aktuell sei das Zehn-Millionen-Euro-Projekt aber "sehr gut im Zeitplan." Dass den Verantwortlichen die Handwerker ausgehen oder die Kosten explodieren könnten, glauben die Architekten nicht. Beim Neubau in Höxter werde vor allem mit regionalen Unternehmen gearbeitet und das klappe gut. "In Düsseldorf zum Beispiel wäre das so nicht gewesen", lobt Hardick die Weserstadt. Zwar seien Preise auf dem Bau insgesamt enorm gestiegen, gibt er zu. Aber bloß die Fliesenleger bezeichnet er als "kritisches Gewerk". Fliesen spielen jedoch in Schwimmbädern traditionell eine wichtige Rolle. Am Schulzentrum entsteht ein 25 Meter langes Schwimmbecken mit einem Sprungbrett auf einem Meter und einer Sprungplattform auf drei Metern Höhe. Unterhalb des Sprungturms ist das Wasser mit 3,80 Metern am tiefsten. Auf 1.600 Quadratmetern Gesamtgrundfläche ist zudem jeweils ein Becken für Schwimmkurse und für Kleinkinder geplant.

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