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Wilfried W. mit seinem Verteidiger Carsten Ernst. - © Wilfried Hiegemann
Wilfried W. mit seinem Verteidiger Carsten Ernst. | © Wilfried Hiegemann

Höxter Wilfried W. beginnt Therapie in geschlossener Einrichtung

Zu 11 Jahren Haft verurteilt

Jürgen Mahncke
30.10.2018 | Stand 30.10.2018, 14:26 Uhr
Björn Vahle

Höxter. Wilfried W., der wegen Mordes durch Unterlassen verurteilte Täter im Horrorhaus von Bosseborn, ist seit dem Wochenende in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht. Das bestätigte Strafverteidiger Carsten Ernst, der W. in dem nach fast zwei Jahren beendeten Prozess vertreten hatte. Wilfried W. war Anfang Oktober zu einer Freiheitsstrafe von 11 Jahren verurteilt worden. Er sei vermindert schuldfähig, so dass eine lebenslange Freiheitsstrafe nicht infrage komme, sagte der Vorsitzende Richter damals. Eine Gutachterin hatte W. eine verminderte Intelligenz bescheinigt. Seinem Verteidiger zufolge hat Wilfried W. "die Tragweite dessen, was auf ihn zukommt, noch gar nicht verstanden". Es sei "wichtig, dass er an der Therapie und einem Sozialisierungsprozess teilnimmt", sagte Ernst auf Anfrage von nw.de. Der Verurteilte hatte nach dem Urteil gesagt: "Ich wusste nicht, was richtig oder falsch ist. Deswegen wäre eine Therapie gar nicht so schlecht." Seine Komplizin und frühere Ehefrau Angelika W. war in dem Prozess zu einer Haftstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Das Urteil ist rechtskräftig.

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