Machen Brakel für die Zukunft mobil: Bürgermeister Hermann Temme (Mitte, v.l.), nph-Verbandsvorsteher Ulrich Conradi und Marek Chmielnicki, Inhaber der Autovermietung. - © Katharina Thiel
Machen Brakel für die Zukunft mobil: Bürgermeister Hermann Temme (Mitte, v.l.), nph-Verbandsvorsteher Ulrich Conradi und Marek Chmielnicki, Inhaber der Autovermietung. | © Katharina Thiel

Brakel Brakel eröffnet erste Mobilstation im Kreis Höxter

In Brakel kann die Nutzung von Fahrrad, Bus, Bahn und Auto jetzt miteinander verbunden werden. Wo es sonst noch diese Stationen gibt

Katharina Thiel
23.05.2019 | Stand 23.05.2019, 19:19 Uhr

Brakel. Eine Radtour von Altenbeken bis nach Brakel, das Rad einfach stehenlassen und mit dem Zug zurück – was nach einer logistisch aufwendigen Reise klingt, ist ab sofort ganz einfach. Denn am Donnerstag ist in Brakel die erste sogenannte Mobilstation im Kreis Höxter und nach Altenbeken die zweite im Hochstift eröffnet worden. Die Mobilstation gegenüber des Brakeler Bahnhofs bietet eine überdachte und abschließbare Möglichkeit zum Abstellen von E-Bikes mit integrierter Akkuladestation. Über den Internetauftritt der Stadt Brakel können sich Touristen oder Pendler Elektro-Räder für eine Tour und den Weg zur Arbeit leihen. Anschließend ist es dann möglich, sie auch in einer anderen Mobilstation wieder abzustellen. Zwölf Plätze für eigene E-Bikes sind tage-, wochen- oder monatsweise zu buchen. Drei Parkplätze ergänzen das Bild der Mobilstation in Brakel, auf einem der Plätze ist geplant, in der Zukunft ein Elektro-Carsharing-Auto bereitzustellen. Dieses soll über eine Online-Plattform gebucht werden können. Die beiden anderen Parkplätze bieten die Möglichkeit, E-Autos aufzuladen. Region Stück für Stück erschließen „Im Kreis Höxter und im gesamten Hochstift nimmt das Thema nachhaltige Mobilitätsentwicklung immer mehr Raum ein", sagt Ulrich Conradi, Verbandsvorsteher des Nahverkehrsbundes Paderborn/Höxter (nph) bei der feierlichen Eröffnung. Mit der zweiten Mobilstation in Brakel sei die Region „einen weiteren großen Schritt in Richtung Verknüpfung multimodaler Verkehrswege und vernetzter Mobilität gegangen". So soll Stück für Stück die ganze Region erschlossen werden. Auch Bürgermeister Hermann Temme sieht das Bahnhofsumfeld durch die Mobilstation aufgewertet: „Die bereits sehr guten Bahn- und Busanbindungen ergänzen wir ab sofort mit individuellen Angeboten. Jeder kann das Verkehrsmittel wählen, das seinen Bedürfnissen am besten entspricht. Um unsere Stadt klimafreundlicher zu gestalten und den Bürgern die Möglichkeit zu geben, nachhaltige Mobilitätsketten zu nutzen, setzen wir auf umweltverträgliche Energiegewinnung und elektrische Antriebsmöglichkeiten." Mobilität für alle Ziel sei es gewesen, diese Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen, damit sie sich „positiv auf die Lebensqualität der Städte und den ländlichen Raum" auswirkt. „Wir müssen jedes Verkehrsmittel mit seinen jeweiligen Stärken gezielt in Szene setzen", so der Bürgermeister. Die Mobilstation sei ein „sichtbares Element einer umweltfreundlichen kommunalen Mobilitäts- und Städteentwicklung." Im Dezember 2017 hatte der Rat der Stadt Brakel den Beschluss für den Bau der Mobilstation getroffen, ein Jahr später folgte der Spatenstich. Die Kosten belaufen sich auf rund 162.000 Euro. Davon übernimmt der Nahverkehrsbund Paderborn/Höxter 110.000 Euro. Die verbleibenden Kosten finanziert die Stadt Brakel, unterstützt durch eine Förderung im Rahmen der Klimaschutzrichtlinie in Höhe von 6.500 Euro. Noch nicht spruchreif ist, ob im Kreisgebiet in naher Zukunft noch weitere Mobilstationen dazukommen. Die Stadt Höxter soll jedenfalls Interesse an der Errichtung haben.

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