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Borgentreich Kopten bauen Kirche in Flüchtlingsunterkunft im Kreis Höxter

Gotteshaus für Gläubige aller Konfessionen soll bis Dezember fertig sein

01.11.2015 | Stand 02.11.2015, 22:06 Uhr

Borgentreich/Höxter (epd). Auf dem Gelände der Zentralen Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Borgentreich entsteht eine Kirche für Flüchtlinge. Dazu wird der derzeit das ehemalige Kesselhaus der früheren Bundeswehr-Kaserne, die der koptischen Kirche in Deutschland gehört, umgebaut, wie der koptische Diözesanbischof für Deutschland, Anba Damian, sagte. Die Kirche stehe Gläubigen aller Konfessionen offen, betonte der Bischof. Der Bischof äußerte sich zuversichtlich, dass die Kirche bis Dezember „winterfest“ gemacht werden könne. „Wir beten in der Kirche, und wir bauen in der Kirche“, erklärt Damian. Den Umbau finanziert die die koptische Kirche durch Spenden. Bischof Damian bietet in dem im Bau befindlichen Gebäude bereits jeden Samstag Gottesdienste an, die nach koptischem Ritus in koptischer, englischer, arabischer und deutscher Sprache gehalten werden. Die Unterbringungseinrichtung hat zudem einen Gebetsraum für Muslime sowie einen weiteren für Christen. In der Einrichtung engagieren sich neben der koptischen Kirche auch die Diakonie Paderborn-Höxter mit zwei Mitarbeiterinnen.600 Flüchtlinge untergebracht Die Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes Nordhrein-Westfalen wurde im Oktober 2014 auf dem Gelände der koptischen Kirche bei Höxter eröffnet. Bis zu 600 Flüchtlinge werden in der Einrichtung der Bezirksregierung Arnsberg betreut. Von dort aus werden sie auf weitere Unterkünfte der Kommunen verteilt. Betreiber ist der Malteser-Hilfsdienst. Die koptisch-orthodoxe Kirche existiert seit dem ersten Jahrhundert nach Christus und gehört damit zu den ältesten Kirchen. Weltweit wird die Zahl der koptischen Christen auf rund zehn Millionen geschätzt, die meisten leben in Ägypten. In Deutschland zählt die Kirche nach Angaben Damians etwa 12.000 Mitglieder. Das koptisch-orthodoxe Kloster in Höxter an der Weser ist Dienstsitz des Diözesanbischofs Anba Damian.

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