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Ort des Geschehens: Die Detmolder Straße (Landesstraße 954). - © Privat
Ort des Geschehens: Die Detmolder Straße (Landesstraße 954). | © Privat

Bad Driburg 40-Tonner fährt in Trauerzug - Anwohner fordern Schutzmaßnahmen

Ein Mensch wird dabei verletzt. Die Reelser forcieren jetzt die Forderung nach Tempolimit und Verkehrsberuhigung

Simone Flörke
02.08.2019 | Stand 02.08.2019, 16:35 Uhr

Bad Driburg. Von einer „Beinahe-Katastrophe in Reelsen" berichten Reelser Bürger: Ein 40-Tonner sei am 22. Juli auf der Detmolder Straße (Landesstraße 954) an der Martinuskirche in einen Trauerzug gefahren, ein Mensch kam verletzt ins Krankenhaus. Nun forcieren die Bürger ihre Forderungen: Sie wollen eine Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung an den drei besonders gefährlichen Stellen. Das heißt für sie: An den zwei Ortseingängen je eine Insel als Querungshilfe und anstelle des Zebrastreifens eine Fußgängerampel, gegebenenfalls mit „Alles Rot"-Schaltung oder „Grün bei 50"-Regelung. Nach der Trauerfeier sei das Hauptportal der Kirche geöffnet worden, damit der Trauerzug die Kirche verlassen und die Detmolder Straße überqueren konnte, berichten Elmar Krull und Uwe Schicktanz. Der Heimatverein Reelsen unterstütze die Forderungen vollumfänglich, so die beiden Vorsitzenden. Ein Mann konnte sich am Kühlergrill festhalten Sie berichten von dem Vorfall: „Nachdem der Pfarrer und einige Trauergäste bereits die Straße überquert hatten, fuhr ein wartender 40-Tonner-Lkw unvermittelt an. Einer der Angehörigen war auf die Straße getreten und konnte sich noch am Kühlergrill festhalten." Durch lautes Rufen und Nebenherlaufen der Trauergemeinde sei der Fahrer des 40-Tonners aufmerksam gemacht worden und habe seinen Lkw stark abgebremst. „Dabei fiel der sich am Kühlergrill Festhaltende auf die Straße und verletzte sich. Die Polizei wurde informiert und erschien zügig am Unfallort." Der Verletzte sei danach ins Krankenhaus zur Untersuchung und Behandlung gebracht worden. „Nur wenige Tage zuvor, am 18. Juli, fand an derselben und an zwei weiteren Stellen auf der Detmolder Straße eine Verkehrsschau statt", so die beiden besorgten Reelser. „Diese wurde von engagierten Bürgern beantragt. Neben rund 30 Reelsern waren auch Vertreter der Polizei, Kreis Höxter, Straßen-NRW und der Stadt Bad Driburg anwesend. Die Initiatorin Julia Seifert erklärte den Behördenvertretern die Problematik auf der sehr stark befahrenen L 954, hier die Detmolder Straße." Autos bremsen am Ortseingang nicht ab An der Kirche überqueren den Angaben zufolge täglich viele Menschen, oft gehobenen Alters, die Landesstraße 954, um auf dem Friedhof die Gräber zu pflegen und zu besuchen. Viele Fahrzeuge bremsten trotz des Ortseingangsschildes nicht ab und gefährdeten die Menschen, berichten sie. „Etwa 100 Meter weiter befindet sich ein Zebrastreifen. Auch hier wird viel zu schnell gefahren – und auch die an der Detmolder Straße wohnenden 23 Kinder werden gefährdet", so Krull und Schicktanz. „Erst kürzlich wurde eine junge Frau auf dem Zebrastreifen angefahren und schwer verletzt." Am Ortseingang von Bad Driburg kommend quere ein viel begangener Wander- und Fußweg die Detmolder Straße. „Auch hier ist es schon zu vielen Gefährdungen gekommen." Bezüglich der Verkehrsberuhigung im Lerchenfeld wurden folgende Punkte erörtert: Einrichtung eines Zebrastreifens sowie Fahrstreifenverengung im Bereich des Ortseingangs von Bad Hermannsborn kommend. Es wurde die unfallträchtige Parksituation vor dem Kindergarten auf dem Lerchenfeld besprochen.

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