So soll es aussehen: Die Pläne sehen einen zweigeschossigen Bau vor. Grafik: Deutsche Tierschutz-Union - © Deutsche Tierschutz-Union
So soll es aussehen: Die Pläne sehen einen zweigeschossigen Bau vor. Grafik: Deutsche Tierschutz-Union | © Deutsche Tierschutz-Union

Kreis Höxter Neuer Anlauf für Tierheim-Sanierung in Bad Driburg

Die Deutsche Tierschutzunion Verein hat ihren Eigenanteil inzwischen zusammen

Wolfgang Tilly

Bad Driburg/Kreis Höxter. Seit Jahren kämpft die Deutsche Tierschutzunion Paderborn für den Neuaufbau eines Kreis-Tierheims in Bad Driburg. Jetzt nimmt sie einen neuen Anlauf. Als einer der letzten Städte des Kreises Höxter hat Bad Driburg die Tür für die Sanierung des Siebensterner Tierheims noch nicht endgültig zugemacht. Für die weiteren Beratungen stellte deshalb die Deutsche Tierschutzunion aus Paderborn ihr neuesten Vorstellungen im Stadtrat vor. Das in der Vergangenheit von Städten im Kreis Höxter unterschiedlich bewertete Zahlenspiel für den Neuaufbau eines Tierzentrums im Bad Driburger Siebenstern, versuchte nun die Deutsche Tierschutzunion aus Paderborn geradezurücken. Im Vortrag des Vorstandsmitgliedes Susan Smith wurde deutlich, dass für den Umbau des Tierheims insgesamt ein Baukostenzuschuss nach aktuellen Planungsstand von 298.522,71 Euro nötig sind. Dadurch ergibt sich je Einwohner ein Schlüsselbetrag von 2,10 Euro. Im errechneten Beispiel für die Stadt Bad Driburg nannte sie deshalb bei knapp 19.000 Einwohnern einen einmaligen Baukostenzuschuss von 39.599,70 Euro und laufende jährliche Zuschüsse von zurzeit 19.243,14 Euro. Hier setzte die Tierunion 1,02 Euro als Schlüsselwert je Einwohner ein. UNTERSTÜTZUNG Zwischenzeitlich hatte sich der CDU-Landtagsabgeordnete aus Bad Driburg, Matthias Goeken, sich vermittelnd eingeschaltet. Nach Smith will er sich auch künftig vermittelnd einbringen und hatte in der Vergangenheit angeregt, den Hunde- und den Katzenbereich in unterschiedlichen Gebäuden unterzubringen. Demgegenüber steht der Plan der Tierunion eine Sanierung des ursprünglichen Gebäudes mit im Erdgeschoss 480 Quadratmetern Platz für 25 Hunde und einem neu aufzusetzenden Obergeschosses mit 570 Quadratmetern für 80 Katzen zu bauen. Daraufhin hatte das Brakeler Architektenbüro RSK für den Vorschlag des Landtagsabgeordneten Goeken eine Investitionssumme von 1.357.423 Euro errechnet. Da diese Kostenschätzung für die Tierunion viel zu hoch war, beauftragten sie den Architekten mit einer anderen Berechnung ihrer eigenen Planungen mit Sanierung durch Aufstockung. Dies ergab dann eine Gesamtsumme von 1.081.142 Euro. Im August 2017 war bei einem Treffen in Warburg mit Vertretern der Stadt Warburg und Kreis Höxter eine Nachberechnung der Baukosten seit der ersten Planung im Jahr 2014, so Smith in ihrem Vortrag, von noch 983.535 Euro erfolgt. Da nach Smith das Umbauprojekt augenscheinlich immer teurer wird solange nur geplant wird, hofft sie auf einen kurzfristige Umsetzung. UNTERSCHRIFTEN Nachdem 3.000 Unterschriften für den Erhalt des Bad Driburger Tierheims zusammen gekommen sind und auch die eigenen finanziellen Mittel für den Umbau feststehen – die Tierunion hat zwischenzeitlich durch eine Erbschaft und auch durch eine aus dem Kreis Gütersloh speziell für dies Tierheim ausgerichtete Spende von 50.000 Euro ihren Anteil von 250.000 Euro zur Verfügung – hofft Smith auf die weitere Unterstützung von Goeken und anderen Kreistagsmitgliedern, wieder Sprache in den anderen Städten des Kreis Höxter zu bringen, zumal nach ihren Worten auch der Landrat Friedhelm Spieker ein Tierheim im Kreis möchte.

realisiert durch evolver group