Frontalaufprall Sau, 80km/h
Diese Aufnahme des ADAC zeigt einen Frontalaufprall auf einen Wildschwein-Dummy bei 80 Stundenkilometern. - © ADAC/Uwe Rattay
Frontalaufprall Sau, 80km/h
Diese Aufnahme des ADAC zeigt einen Frontalaufprall auf einen Wildschwein-Dummy bei 80 Stundenkilometern. | © ADAC/Uwe Rattay

NW Plus Logo Herford/Vlotho Wildschweinwäldchen an der A2: So groß ist die Unfallgefahr für Autofahrer

Die Rodungsarbeiten auf dem Areal an der Autobahn 2 sind nach Protesten von Umweltschützern gestoppt. Zahlen der Polizei und das Schreiben eines Vlothoer Ortsvorstehers geben Einblicke in das Problem der Wildunfälle.

Jobst Lüdeking

Kreis Herford. Die Fronten scheinen verhärtet. Der BUND setzt sich gegen die inzwischen gestoppte Rodung des Wäldchens an der Autobahn 2 ein. Die Bundesautobahngesellschaft will hingegen die Bäume und Sträucher auf dem Areal aus Sicherheitsgründen komplett entfernen, um die Wildschweine, die dort immer wieder kampieren, von der A 2 fernzuhalten und so die Gefahr schwerer Unfälle reduzieren. Statt des Schwarzkittel-Domizils soll eine Insektenwiese entstehen. Doch wie hoch ist die Gefahr an der Stelle und welche Folgen haben Wildunfälle?

Die Stadt Vlotho gilt als der Bereich mit den mit Abstand meisten Wildschweinen im Kreis Herford. Das sorgt möglicherweise auch für ein hohes Gefährdungspotenzial. Für das Jahr 2021 erfasst die Statistik der Autobahnpolizei in Bielefeld 15 Wildunfälle auf der A2 jeweils 1.000 Meter unterhalb und oberhalb der Autobahnauffahrt Vlotho West – wobei nicht differenziert wird, ob es sich etwa um Rehe oder Wildschweine handelt. Doch auch jenseits der Autobahn gibt es nach Informationen von nw.de ein hohes Gefährdungspotenzial, wie ein schriftlicher Antrag an den Vlothoer Verkehrsausschuss zeigt.

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