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An der Langen Straße: Um den Schornsteinbrand in dem Wohn- und Geschäftshaus zu löschen, waren 30 Feuerwehrleute aus drei Löschzügen im Einsatz. Auch die Drehleiter aus Dreyen wurde zur Hilfe genommen. - © Mareike Patock
An der Langen Straße: Um den Schornsteinbrand in dem Wohn- und Geschäftshaus zu löschen, waren 30 Feuerwehrleute aus drei Löschzügen im Einsatz. Auch die Drehleiter aus Dreyen wurde zur Hilfe genommen. | © Mareike Patock

Spenge So kann es zu einem Schornsteinbrand wie in Spenge kommen

Nach Feuerwehreinsatz in Spenge: Einsatzleiter Klaus Greulich berichtet, warum man einen Schornsteinbrand nicht mit Wasser löschen darf.

Mareike Patock
15.08.2019 | Stand 15.08.2019, 14:57 Uhr

Spenge. Die Feuerwehr musste zu einem Schornsteinbrand an der Ecke Lange Straße und Mühlenburger Straße in Spenge am Mittwochabend, 14. August, ausrücken. Im Einsatz waren die Löschzüge Spenge-Mitte und Lenzinghausen, der Löschzug Dreyen mit der Drehleiter sowie Polizei und Rettungsdienst. Verletzt wurde niemand. Einsatzleiter Klaus Greulich berichtet, wie es zu so einem Brand kommen kann und warum man ihn nicht mit Wasser löschen darf. Brennende Glut herauskehren Dem Brandherd in dem Wohn- und Geschäftshaus, in dem auch ein Imbiss-Restaurant betrieben wird, durften die Einsatzkräfte mit Wasser nicht zu Leibe rücken: "Sonst platzt der Schornstein", erklärte Einsatzleiter Klaus Greulich. Stattdessen habe man die brennende Glut herausgekehrt. Sie sei durch den Schornstein nach unten in den Keller gefallen, wo sie die Feuerwehr aufgefangen und nach draußen getragen habe. Im Freien sei die Glut dann mit Wasser abgelöscht worden, berichtete der Einsatzleiter. Im Gespräch mit der NW erklärte er auch, wie es zu einem Schornsteinbrand kommen kann: Durch Befeuerung gebe es Ablagerungen im Kamin. Und wenn es dann mitunter mal zu einem Funkenflug komme, könnten diese Ablagerungen Feuer fangen. Kamin gesperrt Die Feuerwehr kontrollierte am Mittwochabend auch die einzelnen Räume des Gebäudes, ob dort kein Feuer ausgebrochen war. Das sei aber nicht der Fall gewesen, sagte Greulich. Das Gebäude sei weiterhin bewohnbar. Den Kamin allerdings habe er vorerst gesperrt - solange, bis sich ihn ein Schornsteinfegermeister angeschaut habe. Denn er wisse nicht, ob durch den Brand vielleicht Risse im Kamin entstanden seien, sagte Greulich. Sollte das der Fall sein, könne dadurch Kohlenmonoxid (CO) in die Zimmer entweichen. Dann bestehe die Gefahr einer CO-Vergiftung. Bis 22 Uhr am Mittwochabend waren die 30 Feuerwehrleute an der Langen Straße im Einsatz.

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