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In Bielefeld schon seit Jahren gute Tradition: Glühwein und Eierpunsch werden auf dem Weihnachtsmarkt nur noch in Porzellan- oder Glasbechern ausgeschenkt. Jetzt will auch Spenge dem Styroporbecher den Kampfansagen. - © Sarah Jonek
In Bielefeld schon seit Jahren gute Tradition: Glühwein und Eierpunsch werden auf dem Weihnachtsmarkt nur noch in Porzellan- oder Glasbechern ausgeschenkt. Jetzt will auch Spenge dem Styroporbecher den Kampfansagen. | © Sarah Jonek

Spenge Porzellan statt Plastik: Spenger Weihnachtsmarkt verzichtet auf Wegwerfbecher

Glühwein, Kinderpunsch und Co. werden von diesem Jahr an in Keramik-Tassen ausgeschenkt. Das bedeutet nicht nur, dass weniger Müll anfallen wird.

Mareike Patock
17.05.2019 | Stand 17.05.2019, 15:36 Uhr

Bis zum dritten Adventswochenende ist es zwar noch ein bisschen hin, trotzdem kann das Organisationsteam des Spenger Weihnachtsmarktes schon jetzt eine gute Nachricht verkünden: Von diesem Jahr an wird es in dem Hüttendorf an der Martinskirche keine Wegwerfbecher aus Styropor mehr geben. Das kündigte Annegret Beckmann jetzt im Kulturausschuss an. Künftig würden Glühwein und Kinderpunsch in Keramik-Tassen über den Schanktresen gehen. "Und die sind auch schon bestellt." 2.400 Tassen geordert Insgesamt seien 2.400 Tassen geordert worden, berichtete Heidrun Hellmann von der Stadt Spenge, die ebenfalls zum Organisationsteam gehört. Sie seien aus den Überschüssen der letzten Weihnachtsmärkte finanziert worden. Auf die Tassen werde ein Pfand von voraussichtlich zwei Euro erhoben. Damit versorgt werden sollen nicht nur die städtischen Stände, an denen die Ratsmitglieder Glühwein und Kinderpunsch ausschenken, sondern auch alle anderen größeren Getränkeanbieter auf dem Markt, berichtete Hellmann. Besonders schön: Die Tassen sollen mit einem Motiv vom Spenger Weihnachtsmarkt bedruckt werden. Hellmann geht davon aus, dass das Pfand darum nicht unbedingt in jedem Fall wieder eingelöst wird, sondern die ein oder andere Tasse auch mit nach Hause geht - was völlig in Ordnung sei. Geschirrspüler im Gemeindehaus Auch über die Logistik haben sich die Organisatoren Gedanken gemacht. Denn anders als Wegwerfbecher müssen die neuen Keramiktassen gespült werden. Zu diesem Zweck solle eine Spülmaschine in einem Raum im Gemeindehaus aufgebaut werden, kündigte Hellmann an. Die Wegwerfbecher vom Weihnachtsmarkt zu verbannen, darüber habe das Organisationsteam schon lange gesprochen. Jetzt gehe man in die Umsetzung. Spätestens 2021 wäre ohnehin das Ende für die Styropor-Becher gekommen - dann sind solche Wegwerfprodukte in der EU verboten.

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