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Silas (7) lässt sich von Mutlu Yilmazer beim Gestalten eines Wasserbildes helfen, welches später auf ein Papier gezogen wird. - © Jette Momberg
Silas (7) lässt sich von Mutlu Yilmazer beim Gestalten eines Wasserbildes helfen, welches später auf ein Papier gezogen wird. | © Jette Momberg

Spenge Abschluss der Werburger Kreativ-Tage

Präsentatione der Arbeiten:60 Hobbykünstler nehmen teil und genießen die ruhige Atmosphäre

Jette Momberg
29.08.2017 | Stand 28.08.2017, 15:20 Uhr

Spenge. Als Mutlu Yilmazer seine antike Flöte erklingen lässt, wird es ganz still in der Werburg. Es ist eine letzte Besinnung, bevor sich die Anwesenden all jene Kunstwerke ansehen, die die rund 60 Teilnehmer in 11 kreativen Projekten erschaffen haben. Zum bereits zehnten Mal jährten sich in den vergangenen zwei Wochen die Werburger Kreativ-Tage. Es ging nicht nur darum, einmal etwas Neues auszuprobieren, sondern auch darum, sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Im geschützten Raum des Geländes der Werburg und in der freien Natur wurden drinnen und draußen Möglichkeiten zum kreativen Arbeiteten angeboten. Das schöne Ambiente genießen „Das Schöne ist das Ambiente der Werburg. Wir genießen in dieser ruhigen Atmosphäre die Möglichkeiten des kreativen Schaffens", sagt Anne Beckmann, Stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende des Kulturausschusses. Die Kreativ-Tage, die in all den Jahren an der Werburg vom Kulturausschuss der Stadt Spenge in Kooperation mit der Volkshochschule im Kreis Herford veranstaltet werden, luden passend zum Jubiläum zu zehn neuen Projekten mit außergewöhnlichen Themen ein. Neues Programm mit besonderen Angeboten So gab es einen Kursus im Malen auf Wasser von Mutlu Yilmazer. Sylvia Middel vermittelte die Grundlagen der Steinbildhauerei und unter Anleitung von Sabine Stahr entstanden in heißem Feuer bunte Glasperlen. Des weiteren gab es Kurse im Papierschöpfen, Holzgestalten und Zeichnen. Christine Sordel-Brockmann seit Beginn an mit Workshops bei den Kreativ-Tagen dabei, sie ließ die Teilnehmer diesmal mit Acrylfarben experimentieren. In diesem Jahr bot sie auch wieder einen Kindermalkursus an, in dem sich die jungen Teilnehmer mit den Farben des Sommers beschäftigten. Außerdem konnten die Kinder einen Metallarbeitskursus belegen, bei dem sie mit einfachen Mitteln Schmuck, kleine Löffel und weitere Arbeiten erschufen. Auch der siebenjährige Silas hatte viel Spaß dabei und präsentierte stolz die Kette, die er für seine Mutter gemacht hatte. Geleitet wurde dieser Workshop von der Museumspädagogin des Werburg-Museums Sonja Voss, die außerdem noch Filzen anbot. Sie wollte den erwachsenen wie auch jungen Teilnehmern einen Einstieg in das alte Handwerk des Arbeitens mit Metall geben. Dabei war es ihr wichtig, dass man mit einfachen Mitteln zu einem schönen Ergebnis kommt. „Man bekommt ein Gefühl für das Metall und hat etwas in der Hand", sagt sie und zeigt eine Rosenblüte aus Metall. Viel Zeit für Kreativität Ulrike Koebke, Fachbereichsleiterin Kultur und Gestalten an der Volkshochschule im Kreis Herford schätzt sehr die Tatsache, dass die Kurse jeweils zwei oder drei Tage andauern. Man könne sich über einen längeren Zeitraum auf eine Sache konzentrieren und aus dem Alltag aussteigen. „Hier ist es anders als bei Volkshochschulkursen, man hat Zeit. Da hat die Kreativität auch mehr Zeit", sagt sie.

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