Planungen für das neue Baugebiet. - © picture alliance / dpa Themendienst
Planungen für das neue Baugebiet. | © picture alliance / dpa Themendienst

Rödinghausen 69 neue Baugrundstücke

Neue Mitte Schwenningdorf: Die Gemeinde Rödinghausen plant ein Neubaugebiet nördlich der Bünder Straße. Grundstücke von 330 bis 1.000 Quadratmeter Größe sollen hier entstehen. Vermarktung für 2019 anvisiert

Rödinghausen. "Wir haben viele Anfragen nach Bauland und Mietwohnungen in Rödinghausen - aus der Gemeinde und auch von außerhalb", sagt Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer. Deshalb will die Gemeinde ein neues Baugebiet ausweisen. Es liegt nördlich der Bünder Straße hinter dem Penny-Markt. In zwei Bauabschnitten sollen insgesamt 69 neue Grundstücke erschlossen werden. Im Moment liegt an der Stelle noch Acker. Nach Osten schließt das neue Wohngebiet an das bestehende Wohngebiet an Milan- und Adlerweg an. Die Straßenführung ist wie folgt geplant: Von der Bünder Straße fährt man in die Straße "An der Stertwelle" und hält sich dann links. Momentan zweigt dort noch ein Wirtschaftsweg ab, der zur Straße ausgebaut wird. Von dieser führen zwei Straßen ins neue Wohngebiet. Die Straße im ersten Bauabschnitt soll kreisförmig angelegt werden, an der sich die Grundstücke und Häuser ansiedeln. Die Straße im zweiten Bauabschnitt soll eine Sackgasse werden. Knapp sieben Hektar für Neubaugebiet Die Gesamtfläche der beiden Bauabschnitte beträgt 67.600 Quadratmeter, knapp sieben Hektar. Vorgesehen sind Grundstücksgrößen von 330 Quadratmetern für Doppelhaushälften bis zu 1.000 Quadratmetern. Im ersten Bauabschnitt sollen 47 Baugrundstücke erschlossen werden. Die Fläche liege zentral, direkt an den Einzelhandelsgeschäften, mit Anschluss an den Öffentlichen Personen-Nahverkehr, schreibt Annika Paul vom Stabsbereich Gemeindeentwicklung, Wirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Rödinghausen. Kita und Gesamtschule samt Sportanlagen befinden sich in der Nachbarschaft. Zum Penny-Markt und der Bünder Straße hin ist ein 7.000 Quadratmeter großer Grünstreifen mit einem Teich geplant. "In einigen Jahren" strebe die Gemeinde an, die Neubausiedlung um 22 Baugrundstücke zu erweitern, schreibt Paul. Auch der zweite Bauabschnitt wird nach Norden von einem Grünstreifen mit Teich eingefasst. Der Grüngürtel ist mit 2.000 Quadratmetern kleiner als der andere. Die Gemeinde Rödinghausen habe bereits ein städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeiten lassen, schreibt Paul. Darin seien die Belange Schall, Entwässerung und Naturschutz untersucht worden. Das Plangebiet ist im Flächennutzungsplan der Gemeinde als Fläche für die Landwirtschaft ausgewiesen. Der Rat kann noch in diesem Jahr beschließen Um die Fläche als Wohnbaufläche ausweisen zu können, muss der Rat eine Änderung des Flächennutzungsplans beschließen. Er gehe davon aus, dass das Vorhaben in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt beraten werde, sagt Vortmeyer. Der Rat könnte die Flächennutzungsplanänderung dann noch in diesem Jahr beschließen, in seiner letzten Sitzung des Jahres am 12. Dezember. Beschließt der Rat die Änderung, wird der Bebauungsplan aufgestellt. Das werde noch etliche Monate dauern. "Wenn es uns gelingt, dass die Grundstücke im Jahr 2019 vermarktet werden, ist das gut", sagt Vortmeyer. Für die Fläche, die durch die Wohnhäuser versiegelt wird, wird die Gemeinde an anderer Stelle grüne Ausgleichsflächen schaffen. Der Grüngürtel zur Bünder Straße hin zählt bereits als Ausgleichsfläche. "Für das Bauland werden wir woanders Flächen zurücknehmen", kündigt Vortmeyer an, die dann wieder als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen werden. Es handele sich um mehrere kleine Flächen.

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